Offene Worte zum Neujahrsempfang

Marienberg. Zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Großen Kreisstadt und des Panzergrenadierbataillons 371 „Marienberger Jäger“ hatten kürzlich Oberbürgermeister Andrè Heinrich und Oberstleutnant Axel Niemann in die Stadthalle eingeladen. Mehrere hundert Gäste, darunter auch Landrat Frank Vogel, folgten der Einladung, unter anderem, um die Ansprachen des Stadtoberhauptes und des Bataillonskommandeurs zu hören. Zudem wurden, einer schönen Tradition folgend, in diesem Jahr engagierte ehrenamtliche Bürger vom Oberbürgermeister geehrt.

Hier ehrt das Stadtoberhaupt engagierte Bürger.
Foto: André Kaiser

Das Marienberger Stadtoberhaupt betonte in seiner Rede, dass das zurückliegende Jahr kommunalpolitisch gesehen für die Stadt Marienberg ein gutes Jahr gewesen sei. Er erinnerte an die hohe Wahlbeteiligung zu den Landtags- und Kommunalwahlen, lobte den Mut und Willen zur Mitgestaltung, vieler, die sich aufstellen lassen haben, und dankte insbesondere den neuen Stadträte für ihre “sehr gute Arbeit”. Auch die schnelle Regierungsbildung nach den Landtagswahlen im Freistaat begrüßte André Heinrich, machte aber auch klar, dass man die Arbeit in Dresden weiter verfolge. Seine Hoffnung: Mehr Geld für die Kommunale Ebene und Bürokratie-Abbau. “Wir werden dies ständig auf den Prüfstand stellen”, so Heinrich.

Im kulturellen Bereich hob das Stadtoberhaupt das 13. Pobershauer Bergfest “mit tollem Wetter und tausenden zufriedenen Gästen” hervor, erinnerte zudem an den “geschichtsträchtigen Moment”, als die Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí in die Welterbeliste aufgenommen wurde, was zugleich aber auch eine Herausforderung für die Zukunft sei.

Als bauliche Meilensteine des letzten Jahres sieht der Oberbürgermeister den Baubeginn für das neue ambulante Versorgungszentrums (MVZ) für die Stadt Marienberg und den Erzgebirgskreis, das Richtfest für die neue Rettungswache und den erfolgreichen Abschluss “An der Hanischallee“, worüber er sich persönlich sehr gefreut habe.

Bei all dem Guten hielt das Stadtoberhaupt aber auch nicht mit kritischen Worten hinterm Berg. Neben dem lückenhaften ÖPNV sprach Heinrich auch das allgegenwärtige Thema CO2-Steuer an, sagte dazu: “Ich hoffe, dass dies nicht als Allheilmittel betrachtet wird”, wofür er tosenden Applaus bekam. Klimaschutz solle mit Vernunft vorangebracht werden.

Oberstleutnant Axel Niemann
Foto: André Kaiser

Oberstleutnant und Bataillonskommandeur Axel Niemann hielt ebenfalls Rückschau und gewährte den Anwesenden einen Einblick in die Arbeit der „Marienberger Jäger“. Dabei verdeutlichte er, dass die Einsätze des Panzergrenadierbataillons 371 im Rahmen der VJTF (Very High Readiness Joint Task Force) in Litauen, auch mehrere Jahre nach der Kimkrise wichtig seien, da es hier  um “gelebte Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO” gehe und “Bedenken einer weiteren Expansion Russlands” nach wie vor bestehen würden. Die Ablösung durch die 7. Rotation bei der NATO-Battlegroup Lithuania ist für Februar 2020 angedacht. Dann sollen die “Marienberger Jäger” nach 2017 erneut für sechs Monate die Führung in Rukla (Litauen) übernehmen.

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