Komm Adebar, dein Heim ist rein

Oberbrandmeister Fritz Seinbach nachgetaner Arbeit: Das Storchennest ist befreit von sämtlichen Gewächsen. Foto: Alice Jagals

Oberbrandmeister Fritz Seinbach nach getaner Arbeit: Das Storchennest ist befreit von sämtlichen Gewächsen. Foto: Alice Jagals

Schlunzig. Haben Sie beim Hausputz schon mal tatkräftige Unterstützung der Feuerwehr bekommen? Wohl kaum. Tja, ein Storch müsste man sein.

Die Berufsfeierwehr erledigte den Job, weil die Freiwillige Wehr aus Schlunzig kein Drehleiterfahrzeug hat. Foto: A. Jagals

Die Berufsfeierwehr erledigte den Job, weil die Freiwillige Wehr aus Schlunzig kein Drehleiterfahrzeug hat. Foto: A. Jagals

Wenn der im nächsten Frühjahr die Schlunziger Kirche anfliegt, setzt er sich quasi ins gemachte Nest.

Der Hintergrund der Geschichte trübt allerdings die Stimmung ein wenig. „Schon seit drei Jahren hat sich hier kein Storch mehr niedergelassen“, erzählt Horst Fritsche. Der 75-Jährige hat seit 1972 ein Auge auf das Storchennest geworfen. Schon zu der Zeit, wollte man es dem schönen Vogel in Schlunzig so gemütlich wie möglich machen. Zwei Jahre später kam er auch, der langersehnte Nachwuchs.

„Es gab immer mal ein Jahr, in dem das Nest leer blieb, aber dass es bereits drei Jahre sind, ist schon beachtlich“, meint Fritsche.

Oberbrandmeister Fritz Steinbach und Jens Hering von der Unteren Naturschutzbehörde befreien das Nest von aufgewachsene Gehölz. Foto: A. Jagals

Oberbrandmeister Fritz Steinbach und Jens Hering von der Unteren Naturschutzbehörde befreien das Nest von aufgewachsene Gehölz. Foto: A. Jagals

Am Montagmorgen kamen also zwei Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Zwickau und ein Mitarbeiter von der Naturschutzbehörde des Landratsamtes und befreiten das Nest von sämtlichen Ästen und Grünzeug. „Ein solcher Einsatz ist toll. Da hilft man auch mal der Umwelt“, freut sich Oberbrandmeister Fritz Steinbach.

Die Schlunziger dürfen ab Ende Februar also gespannt sein, ob sich ein Storch hier niederlässt. „Und die sind ihrem Heim ein Stückchen treuer als ihrer Partnerin“, sagt Horst Fritsche.

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