Oh lá lá! Deutsch-Französische Kulturtage in Chemnitz

Valérie Suty in ihrem Gesangsstudio auf dem Kaßberg in Chemnitz. Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren organisiert sie die ersten „Deutsch-Französischen Kulturtage“ vom 30. Juli bis 2. August.  Foto: Judith Hauße/Montage

Das deutsch-französische Verhältnis war in der Vergangenheit nicht immer das Beste. Belinda Richter und Valérie Suty beweisen aktuell das Gegenteil und wollen mit den ersten „Deutsch-Französischen Kulturtagen“ am Wochenende beide Länder mit einem kulturellen Programm zusammenbringen. Zwei Frauen, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen und doch auf einer Wellenlänge sind.

Kennengelernt auf der Fahrt nach Berlin, bei der das zweite Bewerbungsbuch für den Kulturhauptstadt-Titel gleichzeitig von Radfahrern zur Jury gebracht wurde, kamen beide Frauen ins Gespräch. „Wir haben ein wenig rumgesponnen“, erinnert sich Belinda Richter, die in Chemnitz einen Friseursalon und das Kultureck betreibt. „Uns beide verbindet nicht nur unsere Vorliebe zur Kultur, sondern auch für Frankreich, Valérie aufgrund ihrer Herkunft, ich wegen meiner Reisen in das Land.“

Schnell war klar, das Frankreich-Flair muss nach Chemnitz. Die Geburtsstunde der Deutsch-Französischen Kulturtage. „Eine Premiere“, sagt Valérie Suty.

Denn bislang gebe es noch keine Veranstaltung dieser Art. „Es wäre schön, wenn wir mit unserer Idee die Grundlage für weitere Kulturtage legen könnten.“
Unterstützt werden die Veranstaltungstage aus Musik und Kunst durch den Internationalen Chor Unity von Valerie Suty, der gemeinsam mit den anderen Akteuren zur Eröffnung der Kulturtage ein besonderes deutsch-französisches Lied bereit hält. „Zu viel mehr sei an dieser Stelle aber noch nicht zu verraten“, wie uns Valerie Suty beim Gespräch in ihrem Gesangsstudio auf dem Kaßberg bittet. „Eröffnet wird am Freitag, um 18 Uhr mit einem „Flash“ vor dem Restaurant „La Bouchée“ in der Chemnitzer Innenstadt.“

Ellen Belinda Richter, Martin Bauch und Ulrike Brummert (von links) von der Deutsch-Französischen Gesellschaft probten am Mittwoch vor dem Museumsbahnhof in Markersdorf ihre Performance über den Ersten Weltkrieg. Foto: Deutsch-Französische Gesellschaft

Weiter gehts am Samstag (31. Juli) um 11 Uhr am Museumsbahnhof Markersdorf mit „ENT_RÜSTET – einer Performance mit Zylinder“, bei der an Ereignisse von vor über 100 Jahren sowie an den Ersten Weltkrieg erinnert werden soll. Im Anschluss findet eine Publikumsdiskussion statt, mit Vertretern von Lesestation e.V., Martin Bauch von der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Prof. em. Dr. Ulrike Brummert von der Formation “Ent_Rüstet” und Ellen Belinda Richter.

Um 19 Uhr wartet dann ein Chansonabend mit Valérie Suty und Pianist Lukas Heinig, der jedoch bereits ausgebucht ist (Weitere Abende am 3. September im Kultureck an der Frankenberger Straße und am 19. September im Weltecho). Das Duo präsentiert sowohl eigene Kompositionen als auch Lieder von Edith Piaf, Jacques Brel oder Juliette Gréco. Nur fast ausverkauft hingegen ist die Vorstellung „Résiste l‘amour“ von Valérie Suty, wenige Restkarten gibt es noch.

Am Sonntag setzen sich die Kulturtage mit der im Rahmen des Cultursommers geförderten Ausstellung „Rêveries – Träume“ (3. August bis Ende September mittwochs und samstags, 14 bis 18 Uhr) fort, mit dabei bei der Vernissage am Montag (2. August) sind Lukas Heinig, Suty und Thaer Ayoub. Christina Gumz und Clément Labail vom „Théâtre Au fil des nuages“ zeigen Pastelle, Aquarelle und Fotos, die von ihrem Leben und ihren Aufenthalten in Frankreich inspiriert wurden. Von abstrakt bis figurativ.

Mehr zum Programm lesen Sie unter www.friseur-belinda.de/kulturtage.htm

 

Jobs in Deiner Region

Facebook