Oh, wie ist das schön! Sieg Niners!

Der Sieg gehört den Fans. Foto: jh

Tobender Jubel kommt von der Tribüne. Fahnen werden geschwungen. Nein, wir sind nicht im Jahr 2019 – vor Corona. Der Applaus ist keine Einbildung. Es sind echte Menschen, die am Samstag Sachsens beste Korbjäger, die Niners Chemnitz lautstark zum ersten Heimspiel in ihrer zweiten BBL-Saison begrüßten. Und anders als zur Bundesliga-Premiere ohne Fans, waren am Samstagabend (20.30 Uhr) bis zu 4.732 Zuschauer in der Messe Chemnitz erlaubt. Zutritt gab es mit 3G-Nachweis.

Erster Gegner sind die Baskets Oldenburg.

Starting-Five Niners: Jan Niklas Wimberg, Isiaha Mike, Frantz Massenat, Gerald Robinson, Darion Atkins

Tip–off: Die Gastgeber können sich den Ball holen. Der erster Treffer brauchte jedoch noch ein wenig Geduld. Die Gäste kamen den Chemnitzern zuvor (3:0). Doch gleich darauf zeigten Darion Atkins und Frantz Massenat was sie können. Nach zuvor zwei hervorragend verteidigten Bällen trafen beide Neuzugänge erfolgreich (5:5).

Atkins ist gut drauf, holt noch einmal aus, lässt die Niners nun führen (11:9). Die Sachsen starten mit viel Power, zwingen die Gäste zur ersten Auszeit (3:52).

In Sachen Verteidigung scheinen die Chemnitzer aus den Fehlern der letzten Saison gelernt zu haben, zeigen sich von Beginn an standhaft. Das macht sich bezahlt: Jonas Richter mit seinen ersten Punkten (17:13). Und auch Malte Ziegenhagen kann es noch, treffsicher führt der Niners-Kapitän sein Team zum 20:16.
Das knappe Ergebnis (20:19) nach den ersten 10 Minuten zeigt, dass es die Niners mit einem harten Brocken zum Saisonstart wie Oldenburg aufnehmen können. Alles ist noch offen.

Die Eröffnung des zweiten Viertels nehmen allerdings die Oldenburger auf ihre Kappe (20:21).

Die Chemnitzer können ihre Führung aber wieder holen (29:25).  Die Gastgeber zeigen sich weiterhin dynamisch, Isiaha Mike mit einem guten Angriff auf den Korb, der geht mit voller Wucht rein, vielleicht der erste MagentaSport-Top10-Moment? (31:29).

Doch auch die Gäste bleiben ihren Gegnern auf den Fersen (33:32). Die beiden trennen bis dahin nur wenige Punkte, folgen sich Punkt auf Punkt (35:34).

Nach einem für das Team um Rodrigo Pastore fraglichen Foul gegen Frantz Massenat kurz vor der Halbzeitpause kommen die Chemnitzer jedoch ein wenig aus dem System, was jedoch nur ein kurzer Power Nap gewesen ist. Denn Jonas Richter kann die Mannschaft wieder zur Führung bringen (39:38). So endet dann auch das zweite Viertel. Erneut mit einem Punkt mehr als die Gäste.

Der, der das Spiel der Niners eröffnet hat, startet auch wieder punktereich in die zweite Hälfte, Darion Atkins zu zwei (41:38). Doch die Gäste aus Oldenburg kommen gestärkt aus der Pause, holen sich die Führung (43:48), auch durch einen nachwievor nicht müden Rickey Paulding, der gleich danach die Baskets um sieben Punkte nach vorne bringt (43:50).  Chemnitz braucht wieder mehr Lösungen und das Feuer wie zu Beginn des Spiels.

Der Litauer Mindaugas Susinskas kann den Punktestand der Niners wieder etwas zum Lodern bringen, gefolgt von einem Power-Dunk durch Mike (48:50).
Feuer können aber auch die Oldenburger, (50:56).

Zeitpunkt für einen Dreier durch Malte Ziegenhagen, der holt die Chemnitzer wieder auf drei heran (53:56).

Kurzer Einschub des Autors: Wie haben die Buh-Rufe der Fans gefehlt, wenn Gegner an der Freiwurflinie stehen, und der Jubel wenn die Niners die Freiwürfe erfolgreich zu Punkten verwandeln, so geschehen durch Ziegenhagen, die Niners wieder knapp hinter Oldenburg (55:57).

Schwerster Gegner für die Sachsen ist Max Heidegger, mit 27 Punkten bis dato der Top-Scorer der Nieedersachsen (59:66).

Die Verteidigung der Niners trumpft aber fünf Minuten vor Schluss noch einmal richtig auf. Nach einigen Fehlwürfen, dann die Belohnung. Frantz Massenat holt den Ausgleich (67:67).

Der Jubel der Fans bringt die Chemnitzer wieder voll ins Spiel. Und auch Isiaha Mike hat nicht ganz Unschuld daran, zwei Dreier nacheinander lassen die Pastoren-Mannen 73:67 führen.

Dann wieder Spaßverderber Max Heidegger zum 75:73. Ein knappes Ding. Frantz zum 77:73, gefolgt von Paulding zum 77:76, noch 18 Sekunden. Durch eine Foulentscheidung gegen Chemnitz können die Oldenburger erneut mit einem Punkt führen (77:78). Bloß noch 16 Sekunden für den letzten Zug. Ein wahrer Basketballkrimi.

Und Atkins macht das 79:78 und holt noch einmal einen Freiwurf, leider erfolglos, aber macht nichts. Der Sieg ist sicher!!! Endstand: 79:78.

 

 

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