Optimales Stallklima und viel Platz

 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landwirtschaftsgenossenschaft Ottendorf/Krumach e.G. Foto: privat

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landwirtschaftsgenossenschaft Ottendorf/Krumach e.G. Foto: privat

Ottendorf. Kürzlich hatten sich besondere Gäste zur Belegschaftsversammlung des Landwirtschaftsbetriebes in dem neu gebauten Milchviehstall in Ottendorf angemeldet. Dr. Ilka Steinhöfel, Fachreferentin des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zeichnete gemeinsam mit Vertretern des Genossenschaftsverbandes die Genossenschaft für ihre gute Tierhaltung aus. Die Landwirtschaftsgenossenschaft hatte erfolgreich am „Landeswettbewerb tiergerechte und umweltverträgliche Haltung 2015/2016 in Sachsen“ teilgenommen und erhielt dafür eine von Staatsminister Thoms Schmidt unterzeichnete Urkunde. Im Ergebnis der Überprüfung des Landwirtschaftsbetriebes durch die Bewertungskommission wurden vor allem das große Platzangebot und das optimale Stallklima sowie die gute Gestaltung der Liegeboxen gewürdigt.

Dr. Steinhöfel gratulierte Vorstand Jens Müller zu der Auszeichnung und würdigte die Anstrengungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Genossenschaft für die gute Betreuung der Tiere.

Der Wettbewerb findet seit 1992 alle zwei Jahre statt und wird unter Schirmherrschaft des Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft zum vierten Mal vom Genossenschaftsverband bzw. seinem Rechtsvorgänger, dem Mitteldeutschen Genossenschaftsverband (MGV) ausgerichtet. In diesem Jahr stand beim Wettbewerb die Milchviehhaltung im Mittelpunkt. Die am Wettbewerb teilnehmenden Betriebe wurden im Frühjahr von einer Bewertungskommission besucht, welche Tiere sowie Ställe und Anlagen begutachtete. Dabei spielten vor allem Aspekte des Tier- und Umweltschutzes eine Rolle.

Die Bewertungskommission setzte sich aus Vertretern der Sächsischen Tierseuchenkasse, des Landestierschutzverbandes Sachsen, landwirtschaftlicher Verbände (Landeskontrollverband, Landesbauernverband und Genossenschaftsverband) sowie des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zusammen.

In der folgenden Diskussion wurde von den Beschäftigten der niedrige Milchpreis kritisiert und die Forderung nach einem größeren Engagement der Politik geäußert. Dr. Gerald Thalheim, der im Auftrag des Genossenschaftsverbandes den Landeswettbewerb organisiert hatte, gab den Beschäftigten recht. „Es ist nicht zu verstehen, dass es gegenwärtig die Landwirte am schwersten haben, die einen neuen Stall bauten und damit am meisten für das Wohl ihrer Tiere getan haben.“ pm/uw

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