Orange Army morgen gegen königsblaue Knappen

Am morgigen Samstag bestreiten die NINERS Chemnitz ihr Gastspiel bei der Basketballabteilung des großen FC Schalke 04. Die Partie findet jedoch nicht in Gelsenkirchen, sondern in der Oberhausener Willy-Jürissen- Halle, dem Ausweichdomizil der Knappen statt. Tip-Off ist um 19:30 Uhr und der Ausgang des Matches ungewiss.

Nach nunmehr vier Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA liegt die „Orange Army“ mit einer Bilanz von drei Siegen und einer Niederlage auf dem vierten Tabellenplatz, während Schalke erst drei Partien absolvierte, zweimal knapp unterlag (81:88 in Tübingen, 71:81 gegen Nürnberg) und zuletzt mit einem 80:75 in Kirchheim seinen ersten Sieg feierte. „Wir wollen die Punkte mitnehmen, aber Schalke ist ein unangenehmer, herausfordernder Gegner“, betont NINERS-Cheftrainer Rodrigo Pastore, zumal aktuell noch offen ist, ob der zuletzt pausierende US-Veteran Ivan Elliott wieder für Chemnitz auflaufen kann.

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Ohne den angeschlagenen Powerforward müssten wohl erneut Dominique Johnson und Leon Hoppe auf der großen Flügelposition aushelfen, um die „Big-Men-Rotation“ hinter Jonas Richter, Robin Lodders sowie Niklas Wimberg zu komplettieren. Dies war beim jüngsten Heimsieg gegen Schwenningen nur phasenweise von Erfolg gekrönt, ebenso wie das NINERS-Team auch auf den Guardpositionen so manche Lücke offenbarte – vor allem defensiv.

„Gegen Ende haben wir gezeigt, dass wir stark verteidigen können, aber in vielen Situationen fehlte uns die nötige Intensität und es gab zudem Abstimmungsprobleme. Hieran müssen wir weiter hart arbeiten und ich hoffe, dass wir schon gegen Schalke den nächsten Schritt machen“, sagt Pastore.

Mit ihrer Offensivleistung können die NINERS dagegen bislang ganz zufrieden sein. Durchschnittlich gelingen ihnen 91,3 Punkte pro Partie, nur BBL-Absteiger Bremerhaven macht mehr (93), und mit einer Feldwurfquote von 50,4 Prozent hält man sogar ligaweit den Bestwert, ebenso wie bei Assists (20,3) und Steals (8,8). Dagegen holt man im Schnitt die wenigstens Rebounds aller ProA-Clubs (29,8) und lässt überdurchschnittlich viele Offensivrebounds der Gegner zu (9,5). „Auch hier gilt es, mit mehr Konzentration und Einsatz zu Werke zu gehen, um den Kontrahenten nicht zu viele zweite Wurfchancen zu gestatten“, mahnt Pastore.

Schalke könnte derlei Nachlässigkeiten hart bestrafen, haben die Königsblauen doch mit Johannes Joos (13 Punkte pro Partie), Adam Touray (8,7) und Björn Rohwer (6) doch eine hochwertige Centerriege bereitstehen. Auf dem Flügel kommen die drei athletischen US-Amerikaner Herman Hightower (18), Shawn Gulley (4) und Darnell Dunn hinzu, wobei Gulley aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft dem Schalker Cheftrainer Raphael Wilder mehr Optionen hinsichtlich der Erfüllung der Deutschquote lässt.

Vermeintliches Prunkstück der Königsblauen ist jedoch der Backcourt mit den beiden ProA-erfahrenen US-Boys Courtney Belger (14.3) und Shavar Newkirk (verletzungsbedingt noch ohne Einsatz), den Neuzugängen Jordan Spencer (7) und Marley Jean-Louis (5) sowie dem „ewigen Schalker“ Thomas Szewczyk. „Wenn Newkirk fit ist, kann Schalke um die Playoffs mitspielen, aber auch so wird das Match eine große Herausforderung“, prophezeit Pastore.

TERMINE: FC Schalke 04 vs. NINERS Chemnitz, Samstag, 12.10.2019, 19:30 Uhr, Willy-Jürissen-Halle Oberhausen NINERS Chemnitz vs. Tigers Tübingen, Freitag, 18.10.2019, 19:30 Uhr, Messe Chemnitz
Von Matthias Pattloch

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