Otto und die große Leinwand

Otto-Award wird zum 20. Mal vergeben

Ein kurzes Zischen und die Form löst sich. Vorsichtig nimmt der Mitarbeiter die Form heraus und begutachtet sich. Die Oberfläche ist glatt. Ein perfekter Guss der Figur. Sie heißt Otto und ist die Auszeichnung für die 20. Otto-Awards der TU Freiberg. Die Georg Herrmann Metallgießerei fertigt die kleinen Figuren mit ihrem beachtlichen Gewicht für die Bergakademie. Verliehen werden sie am 3. Juli, um 19 Uhr, in der Alten Mensa. „Es war irgendwie überraschend, dass wir schon zum 20. Mal die Statuen an unsere Stundenden vergeben können“, sagt Initiator Michael B. Hinner, Professur für Englische Fachsprache der Wirtschaftswissenschaften und technischen Wissenschaften. Wie immer ist die Veranstaltung für jeden offen.
Begonnen hatte alles mit der Idee, dass die Studenten mit einem kleinen Film in engleischer Sprache auf eine andere Art Ihre Prüfung im Bereich Wirtschaft abschließen können. Geworden ist daraus ein glamouröser Abend mit vielen originellen Filmen. „Manchmal waren auch sehr professionelle Arbeiten dabei, die auch auf andern richtigen Filmfestivals Auszeichnungen bekamen“, erinnert sich Hinner. Spontan fallen ihm dabei die Arbeiten von Timo Wauwrick und seinem Kollegen der Hau Druff Produktion ein. „Das waren schon beachtliche Filme“.
Doch mit der Zeit haben sich auch die Filme und die Begeisterung gewandelt. „Die neue Technik lässt heute schnell einen Film jederzeit am Handy entstehen“, erklärt Organisatorin Rikarda Grumt warum die 20. Auflage wahrscheinlich auch die letzte sein wird. „Als wir anfingen 1999 war es noch spektakulär mit einer Kamera unseres Medienzentrums den Film zu drehen. Heute ist es Alltag.“ Dennoch wird die zwanzigste Ausgabe ein besonderer Höhepunkt. „Wir haben fantastische Filme eingereicht bekommen, die auf jeden Fall alles versprechen, was man von einem Otto-Award-Abend erwartet“, gibt sie sich verschwörerisch.
Die Auszeichnungen, den Otto-Award, gibt es in den klassischen Kategorien wie sie auch Hollywood vergibt. „Die Entscheidung für wen es welchen Otto gibt, ist nicht immer ganz einfach“, sagt Michael B. Hinner.
Auch die Herstellung der Ottos ist nicht immer einfach. „Zum Glück hilft uns dabei Mario Scheidling und sein Team von der Metallgießerei Georg Herrmann“, sagt Rikarda Grumt. Als ihr bisheriger Produzent der Otto-Figuren die Aufgabe nicht mehr übernehmen konnten, sprang die Gießerei ein. „Das ist ja nicht selbstverständlich. Da sind wir sehr dankbar.“
Und so ist der große Filmabend der 20. Otto Awards gesichert. Wer am Ende welchen Otto in der Hand hält bleibt bis zur Verkündung spannend.

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