Pastore: „Wir gehen ohne Druck in die Partie“

Niners-Chefcoach Rodrigo Pastore. Foto: Jan Stimpel/Archiv

Bereits zweimal musste die BBL-Premiere für die Chemnitzer Korbjäger abgesagt werden. Das Team hatte aufgrund mehrerer positiver Corona-Fälle in der vergangenen Woche einen Antrag auf Verlegung gestellt. Zunächst musste die Partie gegen die Crailsheim Merlins abgesagt werden, gefolgt vom Match am 2. Spieltag bei den Baskets Bamberg, das nun kurzfristig auf  den heutigen Donnerstag (19. November 2020) um 19 Uhr vorverlegt wurde.

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Sehr überraschend. Denn schon am Samstag (21. November) steht für die Pastore-Mannen in der heimischen Messe das Aufeinandertreffen gegen BG Göttingen (20.30 Uhr) an. Aktuell gibt es in der Mannschaft jedoch noch vier Spieler, die positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden, darunter Dominique Johnson, Filip Stanic und Luis Figge sowie Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen. Zwar seien sie laut Verein nicht mehr ansteckend, am Donnerstag dürfen sie allerdings nicht gegen Bamberg antreten.

Laut BBL-Regel kann ein Spiel erst dann abgesetzt werden, wenn mindestens fünf von zwölf gemeldeten Stammspielern aufgrund einer COVID-19-Erkrankung oder einer Quarantänemaßnahme ausfallen. Entsprechend müssen acht Spieler spielfähig sein, was bei den Niners trotz allem zutrifft. Ein Start in die erste Bundesliga, den sich die Chemnitzer so nicht ganz vorgestellt haben. Und dann ist da noch das Heimspiel am Samstag gegen Göttingen. „Wir hätten uns nach der doppelten Quarantäne natürlich dennoch eine etwas längere Vorbereitungszeit gewünscht, aber wir müssen es so nehmen wie es ist“, versucht Pastore das beste aus der Situation zu machen.

Um die Personalsorgen wenigstens etwas zu mildern, beorderte man schon vor zwei Wochen Leon Hoppe, der erst kurz zuvor per Doppellizenz nach Erfurt entsandt wurde, zurück in den Niners-Kader. Im „letzten Chemnitzer Aufgebot“ steht am Donnerstag auch Neuzugang Wes Clark, der noch vor Saisonbeginn seinen US-Landsmann Shannon Bogues ersetzte, welcher sich mit den Niners auf eine Vertragsauflösung einigte und sich inzwischen dem polnischen Erstligisten Gliwice anschloss. „Als wir in den vergangenen Jahren fieberhaft auf den Aufstieg hinarbeiteten, hatten wir eigentlich von einer anderen Premiere in der BBL geträumt. Aber die Coronapandemie verlangt allen Menschen viel ab und so ist es jetzt eben am Donnerstag der Auftakt in Bamberg bei einem der erfolgreichsten deutschen Teams der vergangenen Jahre“, verspürt Pastore trotz aller ungünstiger Umstände doch einige Vorfreude auf das Match in der BROSE ARENA. Schließlich gehören die Franken zu den ganz großen Namen des deutschen Basketballs.

Neun Meistertitel, sechs Pokalsiege, der letzte 2019. Ein großer Umbruch im Coronasommer, allen voran auf der Trainerposition, wo fortan der Niederländer Johann Roijakkers, zuvor acht Jahre in Göttingen, das Zepter schwingt. Mit namhaften Neuzugängen wie Nationalspieler Dominic Lockhart, den US-Boys David Kravish, Devon Hall und Chase Fieler oder dem Italiener Michele Vitali will Bamberg oben mitspielen und ist gegen die gerade erst wiederauferstehenden Niners natürlich glasklarer Favorit. „Wir gehen ohne Druck in die Partie, können endlich Erstligaluft schnuppern und möchten unsere BBL-Premiere genießen“, unterstreicht Pastore.

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