Pastore: „Wir wollen unsere Fans stolz machen!“

Jubel von Trainer Rodrigo Pastore nach dem 85:83 Sieg gegen den FC Bayern Muenchen in letzter Sekunde. Foto: Agentur Fotostand

Zum Saisonstart sprach WochenENDspiegel-Redakteurin Judith Hauße mit dem Headcoach der NINERS Chemnitz Rodrigo Pastore über den Trainingsauftakt, seine Ziele und welche Lehren er aus der ersten BBL-Saison gezogen hat:

WochenENDspiegel: Die zweite BBL-Saison mit Chemnitz steht bevor. Zuschauer sind wieder erlaubt. Wie ist die Stimmung trotz spätem Trainingsauftakt? Was macht das mit einem Perfektionisten wie Ihnen?

Rodrigo Pastore: „Der späte Trainingsauftakt und die ausgefallenen Testspiele sind natürlich eine besondere Situation. Aber ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft jene Umstände gemeistert hat, wo wir aktuell sportlich stehen und in welche Richtung die Entwicklung des Teams zeigt. Wir gehen mit viel Vorfreude, großer Motivation und Selbstvertrauen in die neue Saison.“

In unserem letzten Interview haben Sie gesagt, sie setzen in der neuen Saison auf ein athletisches und vielseitiges Team. Plan erfüllt?
Obwohl wir bislang noch nicht oft mit der kompletten Mannschaft auf dem Feld standen, sind die Ansätze bereits sehr vielversprechend und stimmen uns optimistisch, ein gutes Team beisammen zu haben.

Lässt sich anhand der Testspiele schon erahnen, worauf es diese Saison hinauslaufen könnte? Wie bewerten Sie die Testphase? Was läuft gut, was schlecht?
Wir konnten nicht so viele gemeinsame Trainingseinheiten und Testspiele wie in den Vorjahren bestreiten. Aber es ist vielleicht gar nicht so schlecht, gleich zu Beginn vor solche Herausforderungen gestellt zu sein, weil es uns als Team enger zusammenschweißen und auf die vielen noch vor unsliegenden Herausforderungen vorbereiten kann. Grundsätzlich sind wir mit den Testspielresultaten aber durchaus zufrieden.

Sie überlegen sich jeden Schritt ganz genau. Welche Erwartungen haben Sie an die Mannschaft?
Zunächst einmal hoffe ich, dass wir konstanter als letzte Saison spielen. Außerdem gilt es, Quarantänesituationen, wie wir sie letztes Jahr mehrfach hatten, unbedingt zu vermeiden.

Ihr Saisonziel mit der Mannschaft? Womöglich Playoffs?
Wir wollen unsere Fans stolz machen. Es ist wunderbar, dass sie jetzt in die Halle zurückkehren dürfen und der ganzen Liga zeigen können, welch tolle Atmosphäre sie bei unseren Heimspielen schaffen. Wenn sie dann glücklich nach Hause gehen, weil unser Team gut gespielt hast, ist das der größte Erfolg, den wir erreichen können.

Was muss im Vergleich zur ersten BBL-Saison anders werden? Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dem vergangenen Jahr mit?
Die wichtigste Lehre der letzten Saison ist, dass Quarantänesituationen immer eine große Gefahr für das Erreichen unserer Ziele sind. Deshalb sollten wir diese tunlichst vermeiden. Hier steht jeder aus dem Team in der Verantwortung.

In der Verteidigung hatten die Niners letzte Saison stark zu kämpfen. Mit Gjorgji Kochov als neuen Co-Trainer haben Sie nun einen Experten fürs Defensive. Kann ja nichts schief gehen, oder?
Gjorgji ist ein großartiger Coach, der uns mit seinem Fachwissen nicht nur in der Verteidigung helfen wird. Er bringt viel Erfahrung und eine vorbildliche Einstellung mit, passt charakterlich super in unser Team und die Spieler genießen die gemeinsame Arbeit. Wir sind wirklich froh, ihn an Bord zu haben. Gleiches gilt aber auch für Virgil Matthews und unseren neuen Athletikcoach Fabrizio Santolamazza, die den Trainerstab perfekt ergänzen. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, diese Leute um mich zu haben und gemeinsam mit ihnen daran zu arbeiten, das Beste aus den Spielern herauszuholen.

Vom Spieler zum Trainer: Auch Virgil Matthews bleibt den Niners erhalten. Welche Rolle wird er im Trainerstab einnehmen und was macht ihn unersetzbar fürs Team?
Es ist enorm hilfreich für uns, einen Trainer dabei zu haben, der davor schon fünf Jahre in unserer Mannschaft spielte. Virgils Basketball-IQ und seine Fähigkeit, ein Spiel zu lesen, machen ihn besonders wertvoll für uns. Ich schätze seine fachliche Meinung und seine Arbeitsauffassung sehr. Er behandelt alle Spieler gleich, egal ob junge Talente oder erfahrene Veteranen, ausländische oder deutsche Profis. Von seiner Erfahrung und seinem Fachwissen kann jeder im Team profitieren.

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