Paternoster im Chemnitzer Rathaus fährt wieder

Baubürgermeister Michael Stötzer (r.) freut sich mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Eberhard Langer (l.) und Stadtrat Dieter Füsslein (M.) über die Wiederinbetriebnahme des Paternosters. Fotos: Cindy Haase

Chemnitz. Neun Jahre lang war der Paternoster im Chemnitzer Rathaus außer Betrieb. Heute nun konnten der ehemalige Oberbürgermeister Eberhard Langer sowie der Stadtrat Dieter Füsslein die „Jungfernfahrt“ nach Wiederinbetriebnahme unternehmen.

“Als ich ein Kind war, war das für mich wie Rummel hier“, erinnert sich Eberhart Langer, mittlerweile 84 Jahre alt. Errichtet wurde der Personenumlaufaufzug (Paternoster) 1892 im Rathaus. Aufgrund einer Gefährdungslage wurde er 2009 außer Betrieb genommen. Bereits vier Jahre später hatte der Stadtrat entschlossen, den Paternoster wieder in Betrieb zu nehmen.

Da wurden auch Kindheitserinnerungen wach.

Doch zunächst musste geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen die Wiederinbetriebnahme überhaupt möglich wäre. Die Ergebnisse wurden 2016 noch einmal überarbeitet. Im August 2017 erfolgte der entsprechende Baubeschluss mit geschätzten Kosten in Höhe von 220.000 Euro. Am Ende wurden es rund 300.000 Euro.

Im Einzelnen sind Aufzugskabinen und der Kabinenführungen aufgearbeitet, der Einbau von Sicherungselemente, Seitenverkleidungen und Portale eingebaut worden. Es erfolgte der Trockenbau einschließlich Malerarbeiten. Neue Türen und Stahl-Glaskonstruktionen sind eingebaut, ein neues Steuerungs- und Bremssystem, Beleuchtung sowie ein Alarmierungssystems montiert worden. Zudem erfolgten Bodenbelags- und Steinmetzarbeiten. Abschließend wurden Sicherheitshinweise angebracht.

Insgesamt können zehn Kabinen genutzt werden um im Rathaus in die Höhe und wieder zurück zu gelangen. Maximal zwei Personen dürfen pro Kabine mitfahren. Wem der Ein- und Ausstieg bei fahrendem Betrieb nicht geheuer ist, hat aber weiterhin die Option, die Treppen oder den Fahrstuhl zu benutzen.

Symbolischer Durchschnitt eines Bandes.

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