Polizeidirektion Zwickau gehört zu sichersten Bereichen Sachsens

Polizeihauptkommissar Oliver Wurdak, Polizeipräsident Conny Stiehl, Kriminaldirektor Holger Thierfelder und Polizeihauptkommissarin Annett Krüger stellten am Montag die Kriminalstatistik 2018 vor. Foto: Judith Hauße

Die Zahl der Straftaten in Sachsen ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Dies geht schließlich aus der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik 2018 hervor.  Dabei verweist das Innenminsterium ebenso darauf, dass es sich damit auch um den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre handelt. Insgesamt wurden 278.796 Fälle registriert, 2017 waren es noch 323.136. Das ist ein Rückgang von 13,7 Prozent. Zudem konnten im Jahr 2018 wieder mehr strafrechtliche Fälle aufgeklärt werden, die Aufklärungsquote liegt bei 56,6 Prozent.

Eine der niedrigsten Kriminalitätsraten im Freistaat erreichte im letzten Jahr die Polizeidirektion Zwickau, sagte Polizeipräsident Conny Stiehl am Montag zur Pressekonferenz. Diese liegt gemessen an der Häufigkeit – der sog. Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner bei 28.397. Das ist gegenüber 2017 ein Rückgang um 1,7 Prozent (2017: 28.890). Für den Direktionsbereich beträgt sie insgesamt  5.167, auf die Landkreise für den Vogtlandkreis 5.615 und den Landkreis Zwickau rund 4.846 registrierte Straftaten. Ebenso konnten gegenüber zum Vorjahr wieder mehr Straftaten in Südwestsachsen aufgeklärt werden, so Stiehl weiter. “Zum Vergleich zu 2017 ist die Aufklärungsquote von 61,1 Prozent auf 62,8 Prozent leicht gestiegen.”

Schwerpunkte des Kriminalitätsgeschehen waren vor allen Dingen Wohnungseinbrüche sowie verstärkt Gewalt- und Rauschgiftdelikte. Insbesondere der Kampf gegen die gestiegene Rauschgiftkriminalität im Kreis, bei der 798 Fälle hervorgingen, stehe weiterhin im Fokus, betonte Stiehl. “Besonders die Prävention an den Schulen muss dabei weiter verstärkt werden.” Zu verdanken sei die gestiegene Anzahl der bekannt gewordenen Fälle vor allem aber durch die verstärkten Kontrollen sowie den Einsatz von mehr Personal, wie der Zwickauer Polizeipräsident vor Journalisten erklärte. Einen Umschlageplatz für die Drogenszene in Zwickau gebe es nach Stiehl jedoch nicht. Auch der von vielen Anwohnern subjektiv als Bereich des Drogenhandels wahrgenommene Neumarkt sei keiner. Allerdings machte Stiehl auch deutlich, dass Crystal und Cannabis nachwievor zu den am meisten gehandelten Drogen gehören. “Wobei sich aber immer mehr eine Verschiebung hin zum Cannabis beobachten lässt”, so der Polizeichef.

Darüber hinaus sei die Zahl der ausländischen Straftäter seit zwei Jahren rückläufig. Im vergangenen Jahr war jeder sechste registrierte Straftäter im Landkreis Zwickau ausländischer Herkunft. Vor allem 2018 konnten insgesamt 11.309 Tatverdächtige ermittelt werden, der Anteil tatverdächtiger Nichtdeutscher – Verstöße gegen ausländerfeindliche Bestimmungen ungeachtet – am Gesamtaufkommen lag bei 17,5 Prozent (1.700 Tatverdächtige). “Eine eher kleinere Gruppe an Intensivtätern ist für einen großen Anteil der Straftaten verantwortlich.” Demgegenüber halte der zugewanderten Menschen halte sich schließlich an die gesetzlichen Vorschriften.

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