Problem-Tier Wolf

Der Wolf löst immer wieder hitzige Debatten aus. Foto: pixabay.com

Warum der Wolf kein Kormoran werden darf

Von Sven Günther
Limbach-Oberfrohna. Will man eine emotionale Debatte, schreibt man WOLF.
Zuletzt sorgte Isegrim durch sein stadtnahes Auftauchen bei Penig für Gesprächsstoff. Das Tier starb später auf der Autobahn. Einem anderen schrieben Medien fälschlicherweise einen tödlichen Biss an einem Kälbchen in Waldkirchen am Wochenende zu.
Der böse Wolf. Stimmen werden zum Raunen, kommt Canis lupus in Spiel. Duckt er sich ins Dickicht, ist alles gut. Streunt er stadtnah, wird es problematisch.
Das weiß auch Jan Hippold, CDU-Landtagsabgeordneter aus Limbach-Oberfrohna. Umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Vize-Präsident des Sächsischen Anglerverbandes. Letztere Berufung erlaubt ihm die Aussage: Der Wolf darf nicht zum Kormoran werden.
Hippold: “Der Vogel wurde vor Jahren zum geschützten Tier erklärt, kann seitdem  nur noch außerhalb von Schutzgebieten und in Bundesländern mit entsprechender Verordnung abgeschossen werden. Inzwischen gibt es so viele, dass die Kormorane zur Plage geworden sind, in Größenordnungen Fischteiche plündern.”

Jan Hippold, CDU-Landtagsabgeordneter aus Limbach-Oberfrohna. Umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion und Vize-Präsident des Sächsischen Anglerverbandes. Foto: CDU

Ein geschütztes Tier, das nicht geschossen werden darf ist auch der Wolf.

Hippold: “Wenn Zahl der Wölfe immer weiter wächst, müssen wir Maßnahmen ergreifen, damit wir nicht große Probleme bekommen.” Population-Regulierung ist das Wort, das Wolfs-Freunde fuchsteufelswild werden lässt. Hippold: “Ich weiß, dass das ein sensibles Thema ist. Ich halte wenig von städtischen Sofa-Biologen die nicht wissen was es heißt, selbst Nutztiere zu halten oder eine Landwirtschaft zu betreiben. Gespräche mit betroffenen Herdenhalter, die mir schildern, welche Sorgen sie haben, helfen eher, sich ein realistisches Bild zu machen. Es muss doch erlaubt sein, über mögliche Konsequenzen nachzudenken, wenn es immer mehr Wölfe geben sollte, die immer näher an die Städte heranrücken. Zum Beispiel ist die Frage zu stellen, ob man mit dem Einsatz von Gummigeschossen den Wolf vergrämen und die natürliche Scheu vorm Menschen befördern könnte.”

UND: Es muss klar definiert werden, wann Isegrim als verhaltensauffällig einzustufen ist. Die Umweltministerkonferenz hat das Thema im Visier: “Wichtig ist, dass wir den Fall Wolf sachlich besprechen und die Emotionen aus der Debatte herausnehmen.”

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