„Schmierfrei – Graffitischön“

 Graffiti-Domino: Die Hortkinder vom „Domino“ an „ihrer“ neu gestalteten Wandfläche der Turnhalle. Rechts die beiden Erzieher Torsten Stephan und Stefan Neumann. Foto: Stadt Glauchau

Teilnehmer am Graffiti-Projekt: Die Hortkinder vom „Domino“ an „ihrer“ neu gestalteten Wandfläche der Turnhalle. Rechts die beiden Erzieher Torsten Stephan und Stefan Neumann. Foto: Stadt Glauchau

Glauchau. Mit der letzten und fünften Aktion von „Schmierfrei – Graffitischön“  ist nun das Graffiti-Projekt des Netzwerkes Kinder- und Jugendarbeit Glauchau abgeschlossen. Nunmehr  wurde die von Kindern des Hortes „Domino“ der Grundschule in der Sachsenallee gestaltete Wand der Turnhalle an der Schule offiziell präsentiert.

Acht aktiv beteiligte Mädchen und Jungen der Klassen 3/2 a + b verliehen der Front ein neues Antlitz, das jetzt  Motive gängiger, in der Halle betriebener Sportarten, zeigt.

Einer der mithelfenden Erzieher ist Torsten Stephan. Er informierte, dass mit der entsprechenden Ideensammlung etwa Mitte Januar begonnen wurde. „Unser Thema war: Was bietet die Schule an? Daher kamen wir auf Fußball, Handball, Weitsprung und alle anderen bildlich aufgebrachten Sportarten – alles eben, das die Angebote in der Halle widerspiegelt “.

Ein wenig Anleitung für das Auftragen der Motive sei aber schon erforderlich gewesen, denn so ansehnlich, wie die Kids sich das anfangs vorstellten, war das Ergebnis aus der Spraydose dann doch nicht auf die Fläche zu bringen. Mit der richtigen Technik – dem Aufbringen von Skizzen auf Folie und anschließenden Projizieren auf die zu gestaltende Wand – hat es dann aber prima geklappt. Unterstützung erhielt der Hort „Domino“ für sein Vorhaben durch die Fa. Jens Böhm, Putz- und Stukkateurarbeiten Glauchau, die Farbe und einen Kärcher sowie weitere Technik zur Verfügung stellte.  Ebenso leistete der Jugendbeirat Glauchau einen helfenden Beitrag; er bereitete die Fläche mit einem Anstrich vor.

„Wir haben auch schon positive Reaktionen feststellen können“, sagte Stefan Neumann, ein zweiter Erzieher, zum neuen Aussehen der Hallenfront. Die gute Resonanz sei dieser Tage insbesondere von den Anwohnern und Passanten gekommen.

Seit den Herbstferien 2015 haben Kinder und Jugendliche mit Unterstützung von Künstlern, wie u. a. Enrico Beier oder Jan Thau, von Jugendbeirat und Stadtverwaltung Glauchau wild beschmierte Fassaden und Wände gereinigt und wieder ansehnlich gemacht. Den Anstoß für das Projekt aber gab im Mai/Juni die Gestaltung der Fassade am „Hellmich-Parkplatz“ an der Marktstraße anlässlich der 775-Jahr-Feier der Stadt Glauchau 2015. Am Durchgang des Mondscheinhauses waren verschiedene Jugendeinrichtungen, so die Bike-Box, das Jugendhaus H2 und das Jugendhaus „Würfel“ mit verschiedenen Motiven aktiv, der Jugendbeirat lud zum Mitmachen an der mit wilden Graffitis verschmierten Rückfront des  ehemaligen Fun-Parks in der Wilhelmstraße ein und die Junge Gemeinde der St. Georgenkirche widmete sich einem Abschnitt der Friedhofsmauer an der Lichtensteiner Straße.

Alle Teilnehmer der Aktion brachten sich mit Engagement und ihrer Kreativität ein, die unansehnlichen Schmierereien aus dem Stadtbild zu entfernen und nutzten gleichzeitig die Möglichkeit, Jugendkunst in die Stadt zu bringen.

Die Koordinatorin bei der Stadt Glauchau, Jugendbeauftragte Mandy Grazek (von ihr wurde übrigens die eingesetzte Farbe gesponsert), zeigte sich zum Abschluss des Projektes begeistert von dem, was entstanden ist. „Neben dem Spaß, den die Aktion allen gemacht hat, haben die Jugendlichen auch viel über die Kunst des Graffitis gelernt. Die Aktion zeigt deutlich, dass ein engagiertes Miteinander in Glauchau gut gelingt und unsere Stadt ein lebenswerter Ort für junge Menschen ist.“ bs

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