Rallye-WM-Bronze in Reichweite

Zuversichtliches Lächeln bei Julius Tannert Nach den Plätzen 4 – 3 – 5 – 4 und 1 will er sowohl in Spanien als auch am Saisonende in der Junior- und Klassen-Wertung auf dem Podest stehen.  Foto: tsc

„Gold und Silber sind vergeben. Nil Solans wird vor heimischer Kulisse versuchen, sich und seinen Fans einen Sieg zu bescheren. Nicolas Ciamin ist der zweite Platz auch nicht mehr zu nehmen. Heiß wird´s nur noch um Platz drei“, weiß Julius Tannert um die Schwere der Aufgabe. Seit Donnerstag läuft die letzte Sekundenhatz um die Rallye-Junioren-Weltmeisterschaft. Insgesamt 1297,62 Kilometer stehen bei der Rally de España (5. – 8. Oktober) auf dem Programm, davon 312,02 Wertungskilometer auf 19 Prüfungen verteilt. Die Besonderheit dabei: Die Rallye an der Goldküste im Nordosten des Landes wird sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt ausgetragen. „Da gilt es, schnell vom einen auf den anderen Rallye-Modus umzuschalten. Zwei WP sind rein auf Schotter. Auf der Terra Alta, die mit 38,95 km längste Prüfung des Wochenendes, wechselt der Untergrund ganze fünfmal“, gilt es für den Lichtentanner, alle Erfahrungen aufs Terrain zu bringen.

An jedem Tag werden je drei WPs zweimal absolviert. Am Sonntag allerdings ohne Servicepause. „Dieses WM-Finale verlangt sowohl von den Crews in und am Auto als auch vom Material nochmal alles ab. Da ist höchste Konzentration gefragt“, muss Tannert mit derzeit 75 Zählern auf Platz drei im Gesamtklassement liegend „voll auf Angriff fahren.“ Denn mit Terry Folb (4./73) und Dennis Radstrom (5./64) „sitzen die Verfolger praktisch schon im Heck.“ Insbesondere auf der abschließenden Powerstage, auf denen Folb gern punktet, muss der 27-jährige Westsachse möglichst vor dem Franzosen einkommen.

Ansporn hat das Duo Tannert/Heigl zudem mit dem Wissen, nach dem Sieg bei der Deutschland-Rallye in der Addition mit dem WM-Lauf in Spanien die meisten Punkte holen zu können und sich damit einen R5-Start im kommenden Jahr zu ergattern. Ein Spitzenergebnis auf der iberischen Halbinsel hätte zudem einen weiteren Effekt. Tannert steht derzeit auch auf Bronze in der WRC3-Wertung. Hier kann es jedoch sowohl noch nach vorn als auch nach hinten gehen. Das gibt doppelten Druck? „Es ist zwar das Saisonfinale, aber irgendwie doch ein Rennen wie jedes andere, bei dem wir unser Bestes geben werden, umso weit vorn zu landen, wie es nur geht“, will Tannert seine erste Junioren-WM-Saison natürlich gern mit Edelmetall beschließen.  tsc

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