Nachhaltig und komfortabel mobil in der Stadt

Sogenannte E-Scooter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Foto: Pixabay

Im Zuge der ökologischen Diskussion, die in den letzten Monaten angestoßen wurde, blicken immer mehr Menschen auf die Mobilität in der Stadt. Schnell stellt sich hier die Frage, wie ein möglichst komfortabler und schneller Transport von A nach B möglich ist. Wir werfen in diesem Artikel einen Blick auf einige Alternativen, die in den nächsten Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen könnten.

Hoffnungen des öffentlichen Nahverkehrs

Die Rolle des öffentlichen Nahverkehrs soll in den nächsten Jahren weiter wachsen. Schon 2019 war in ganz Deutschland eine steigende Nutzung von Bahn, Bus und Co. zu erkennen. Doch nach wie vor kann nicht die Rede vom bevorzugten Verkehrsmittel sein. Experten schreiben dies auch den hohen Preisen zu, die nach wie vor für die öffentliche Fahrt zu bezahlen sind. In München müssen Bahnfahrer mehr als 700 Euro pro Jahr bezahlen, um in den Besitz eines Jahrestickets zu kommen. Viele investieren dieses Geld lieber direkt in ein eigenes Fahrzeug.

Nach dem Motto “ein Euro pro Tag” könnte der öffentliche Nahverkehr in den nächsten Jahren deutlich günstiger werden. In Wien ist es schon heute möglich, für 365 Euro ein ganzes Jahr lang die Straßenbahnen und Busse zu nutzen. Dort liegt sogleich ein Problem des Modells – die Stadt Wien muss jährlich knapp eine halbe Milliarde Euro bezuschussen, da die Kosten nicht gedeckt werden.

Praktisch unterwegs mit dem Roller

In dieser Situation präsentiert sich auch der Cityroller als eine gelungene Alternative. Dies liegt einerseits daran, dass wichtige Strecken abgedeckt werden, die als Fußweg zu lang und für das Fahrrad zu kurz sind. Auf der anderen Seite bieten die handlichen Fahrzeuge die Gelegenheit, sie ganz flexibel mit in die Bahn zu nehmen und damit gleich zwei wichtige Verkehrsmittel der Stadt miteinander zu kombinieren.

Aktuell sind die Roller jedoch nicht nur aufgrund des so hohen praktischen Nutzens im Trend. Auf der anderen Seite geht es den Besitzern um einen neuen Lifestyle, der inzwischen damit in Verbindung gebracht wird. Dieses neue Image, welches schon längst beobachtet werden kann, wird den Werdegang der Scooter wohl auch in den nächsten Jahren noch positiv beeinflussen.

Das Auto bleibt bestehen

Doch wird es nun mit all den neuen Möglichkeiten zu einer Verkehrswende kommen, bei der das Auto seine Bedeutung ganz verliert? In der Praxis lassen sich zahlreiche Punkte aufzählen, die gegen ein solches Szenario sprechen. So zeichnen sich die deutschen Städte nach wie vor durch ein sehr breit ausgebautes Straßennetz aus. Um keine Überlastung der anderen Verkehrswege in Kauf zu nehmen, wird es weiterhin wichtig sein, dieses zu nutzen. Auf der anderen Seite ist das Auto in Deutschland fest in der Kultur verankert. Aus der aktuellen Position heraus wird es daher kaum möglich sein, etwas an dieser Verankerung zu ändern und eine neue Richtung in dieser Frage einzuschlagen.

An und für sich sind es vor allem die Grünen, welche Vorstöße auf dieser Ebene vorbringen und damit die Entwicklung der Dinge beeinflussen möchten. Doch bis dies auch auf der regionalen Ebene zur praktischen Umsetzung kommt, dürften noch einige Jahre vergehen. Bis dato ist ein rascher Wandel und eine Abkehr von alten Prinzipien nicht in Sicht.

Gewinnspiele
Facebook
Facebook By Weblizar Powered By Weblizar