Ratgeber Sicherheit im Straßenverkehr

Nicht mehr lange und dann müssen wieder die Winterräder aufgezogen werden. Fotos: Pixabay

Sicherheit im Straßenverkehr

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und bevor sich Autofahrer versehen, fällt der erste Schnee. Im Oktober ist es dann wieder einmal soweit: Die Sommer- werden gegen Winterreifen ausgetauscht. Seit dem Jahr 2016 ist der Reifenwechsel sogar durch den Gesetzgeber geregelt. Aus gutem Grund, denn zwischen den Sommer- und Winterpneus gibt es erhebliche Unterschiede.

Winterreifen erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr maßgeblich

Vor allem auf nasser und glatter Fahrbahn benötigen Fahrzeuge ausreichend Grip, damit sie nicht abkommen. Die Reifen müssen demnach auf die Jahreszeit bzw. Witterungsverhältnisse angepasst sein. Die alte Faustregel lautet: Von Oktober bis Ostern müssen Winterreifen aufgezogen sein, genauer gesagt ab einer Außentemperatur von unter 7 Grad. Dabei hat die Qualität der Reifen ebenso großen Einfluss auf die Sicherheit. Immer wieder zeigen Tests, dass es teilweise sehr große Unterschiede gibt. Autofahrer können qualitativ hochwertige Winterreifen bestellen. Sie haben viel kürzere Bremswege, greifen optimaler bei Schnee und Eis und halten den Wagen in Kurven besser in der Spur.

Was sind die Merkmale von Winterreifen? Warum ist der Wechsel so wichtig?

Winterreifen haben ein tiefes, spezielles Profil. In der Lauffläche sind kleine Rillen vorhanden, die auf Schnee und Eis besonders gut greifen und somit für genügend Halt sorgen. Zudem wird Flüssigkeit hinein geleitet. Das Wasser wird dadurch nach hinten weg geführt, sodass ein Aquaplaning verhindert wird. Sommerreifen hingegen bestehen aus einem harten Gummi, um den hohen Temperaturen standzuhalten. Sie besitzen nur sehr wenige Lamellen (Einschnitte). Das Material der Winterpneus besteht aus einer Gummimischung, die mit mehr Naturkautschuk angereichert ist. Selbst bei sehr niedrigen Temperaturen bleibt es weich, elastisch und griffig, sodass Winterreifen ihre volle Bremswirkung entfalten können. Die Gummimischung von Sommerreifen wiederum verhärtet sich bei niedrigen Plusgraden, sodass sich die Haftung spürbar verringern kann. Es ist gefährlich, die falschen Reifen zu fahren, da die Bodenhaftung schlimmstenfalls nicht mehr gegeben ist und der Bremsweg sich verlängert.

Profiltiefe der Reifen beachten

Natürlich müssen die Winterreifen bei Bedarf ausgetauscht werden. Laut Gesetzgeber muss die Profiltiefe mindestens 1,6 mm betragen. Der ADAC weist jedoch immer wieder darauf hin, dass die Wintereigenschaften bereits ab 4 mm deutlich nachlassen. Daher sollte kein Risiko eingegangen werden. Je geringer die Profiltiefe auf verschneiter Straße ist, desto mehr geht die Haftung verloren. Das Profil kann sehr einfach gemessen werden: Ein 1-Euro-Stück wird hinein gesteckt und verschwindet der goldene Rand komplett im Profil, sind mindestens vier Millimeter drauf, sodass der Reifen noch gefahren werden kann.

Zusammenfassung

Es gibt keinen festgelegten Zeitraum, wann die Reifen am besten gewechselt werden. Die Faustregel besagt: Von O bis O, also Oktober bis Ostern. Die Sieben-Grad-Regel ist ebenso sehr hilfreich. Dies bedeutet, wenn die Außentemperatur nachts länger unter sieben Grad Celsius fällt, ist es an der Zeit für Winterreifen. In den Bergen wird dies beispielsweise früher sein als im Flachland, denn die Winter beginnen im Gebirge laut Erfahrungen zeitiger und sind strenger. Es ist wichtig, nicht zu spät auf Winterreifen zu wechseln. Autofahrer können damit bei niedrigeren Temperaturen besser fahren und bremsen. Im Winter mit Sommerreifen unterwegs zu sein, kann sehr gefährlich werden. Das Gummi verhärtet sich schon bei geringen niedrigen Temperaturen, sodass die Reifen die Haftung verlieren und es zu längeren Bremswegen kommen kann.

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