Relegation: Torloses Remis zwischen Karlsruhe und Erzgebirge Aue

Aues Sören Bertram (rechts), hier im letzten Heimspiel gegen Dynamo Dresden, machte in Karlsruhe ein starkes Spiel. Foto: Stefan Unger

Dabei war für die Veilchen mehr drin, denn die Erzgebirger dominierten über weite Strecken die Partie.
Aue konnte keines seiner letzten fünf Ligaspiele gewinnen (0/1/4) und stürzte durch ein von unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidungen beeinflusstes 0:1 im Saisonfinale in Darmstadt auf den Abstiegs-Relegationsplatz ab. Der Einspruch des FC Erzgebirge gegen die Spielwertung wurde abgelehnt. Die Veilchen wollten den Klassenerhalt unbedingt sportlich qualifizieren und sich in Karlsruhe eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen. Das ist ihnen mit einer guten Defensivleistung gelungen, aber nach vorn ging wieder einmal zu wenig.
Beide Mannschaften riskierten in der ersten Hälfte wenig, um nicht zu sagen nichts. Das Spiel fand lediglich zwischen den Strafräumen statt, Torchancen waren dementsprechend auf beiden Seiten Fehlanzeige. Beide Mannschaften warteten auf Fehler des Gegners und keiner konnte ein spielerisches Übergewicht erreichen.
Aues Trainer Hannes Drews musste schon früh verletzungsbedingt wechseln: Für Rizzuto (linker Oberschenkel) ging es kurz vor dem Halbzeitpfiff (42.) nicht weiter. Für ihn kam positionsgetreu Fabian Kalig in die Partie. Das torlose Remis beim Seitenwechsel entsprach den gezeigten Leistungen und den Spielanteilen. Beiden Teams mangelt es an Ideen und Kreativität im Offensivspiel.
Nach dem Pausentee ging es genau so weiter. Die Auer kontrollierten das Spiel und standen gut in der Defensive. Doch nach vorn waren die Schwächen der Veilchen unverkennbar. Lediglich Sören Bertram zeigte einige gute Aktionen. Wie etwa in der 55. Minute, als er sich auf der rechten Seite durchsetzte und den Karlsruher Torwart aus spitzem Winkel prüfte. Vor allen die langen Bälle der Lila-Weißen nach vorn erwies sich als untaugliches Mittel, weil die kopfballstarken Badener klar im Vorteil waren. Mitte der zweiten Hälfte waren die Gäste einem Tor näher als die Hausherren, weil man nun etwas dynamischer agierte. Vom KSC war nicht viel zu sehen.
„Es war kein großer Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Man sah, dass der Drittligist ebenbürtig war. Das Remis lässt beiden Mannschaften alle Chancen“, erklärte Aues Christian Tiffert.
„Wir haben jetzt alles im Rückspiel in der Hand. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden“, resümierte Drews.
Aue: Männel – Risutto (42. Kalig), Rapp, Tiffert, Cacutalua, Kempe (87. Strauß) – Riese, Fandrich – Nazarov (73. Kvesic), Bertram, Köpke. Trainer: Hannes Drews.
Ersatzbank: Haas (Tor), Kalig, Härtel, Kvesic, Bunjaku, Strauß, Munsy.
Darmstadt: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Mehlem, Wanitzek – Thiede, Muslija – Pourie (87. Fink), Schleusener.
Trainer: Alois Schwarz. Zuschauer: 28.754 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel.

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