RENFT – akustisch! Die Tour geht weiter

RENFT spielt 20. April im Stadttheater Glauchau, am 21. April in der Stadthalle Chemnitz und am 27. April im Freiberger Theater.

RENFT rockt in Freiberg und Chemnitz

Chemnitz/Freiberg. “Wer die Rose ehrt”, “Apfeltraum”, “Gänselieschen”. Die Songs von RENFT sind legendär. Seit 1967 bis 1975 ständig existent, war die aus Leipzig stammende Klaus Renft Combo
(ab 1974 RENFT) eine der ersten „Beat-Band“, deren Sänger deutsch sangen, und entwickelte
sich zu einer der bekanntesten und beliebtesten Rockgruppen der DDR. Immer wild und unberechenbar, wurde RENFT durch das Verbot 1975 zur Legende.

Jetzt ist RENFT akustisch auf Tour, spielt am 20. April im Stadttheater  Glauchau, am 21. April in der Stadthalle Chemnitz und am 27. April im Freiberger Theater.

Nachdem inzwischen fünf frühere Bandmitglieder verstorben und zwei aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr live auftreten können, ist Leadsänger Thomas “Monster” Schoppe  der letzte Überlebende einer Band, die für die Entwicklung der Rockmusik der DDR prägend war.  Aus den Trümmern der 1975 verbotenen und 1990 neu gegründeten Klaus Renft Combo formte Monster 2007 die aktuelle RENFT-Besetzung. Heute ist er sich der Bedeutung  der RENFT-Songs als kulturelles Erbe bewusster denn je. Ihm zur Seite stehen seitdem Urgesteine der  DDR-Rockmusikszene: Delle Kriese an den Drums und Persussion, Marcus „Basskran“ Schloussen am Bass und Gitarrist Gisbert „Pitti“ Piatkowski.

Wer eine der CDs von RENFT gewinnen will, muss bis zum 10. April eine E-Mail an schicken. Die Gewinner werden per E-Mail informiert.

Interview mit Thomas “Monster” Schoppe

Thomas “Monster” Schoppe

 

Ich bin etwas irritiert: Gründete Klaus Renft die Combo nicht schon 1958, wie in seiner Autobiographie zu lesen ist?
T. Schoppe: Es gab wohl einen Auftritt unter diesem Namen in jenem Jahr. Doch das blieb nur eine Episode. Die BUTLERS war Klaus`erste Band von Bedeutung. Die Band, aus der sich die eigentliche RENFT-Combo entwickelte, die in den siebziger Jahren so für Furore sorgte, nahm 1966 ihre ersten Anfänge. Deshalb ist es wohl besser, erst dieses Jahr das 50-jährige Jubiläum zu begehen.

Wie bist du zur Band gestoßen?
T. Schoppe: Klaus lud mich zum Vorsingen ein. Heute nennt man sowas ja Audition. Er hatte ja damals schon einen guten Ruf. Also war ich schon etwas aufgeregt, aber es klappte. Da ich “Monster” von “Steppenwolf” sang, hatte ich schnell meinen Spitznamen weg. Dann ging es schnell: 1971 hatten wir mit “Wer die Rose ehrt” unseren ersten Nr.1 Hit. So ging es bis zum Verbot `75 eigentlich auch weiter.

1990, nach der Wende also, kam es zur Reunion. Das war 15 Jahre später…
T. Schoppe: Die Fans hatten uns nicht vergessen. Und das werde ich ihnen nicht vergessen! Manche nennen uns ja eine “Legende”. Weiß ich nicht, aber einige schöne Lieder sind schon entstanden.

Wie ging es weiter?
T. Schoppe: Ach, hoch und runter; wie im wirklichen Leben. Einschneidend war, daß einige Kollegen der Urbesetzung verstarben. Pjotr, Gerulf, Klaus und Cäsar an Krebs. Heinz, unser Gitarrist seit ´92, kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Kuno hatte schlimme Hörstürze und und das ist natürlich ein gewaltiges Handicap.

Wer bildet die jetzige Besetzung?
T. Schoppe: Delle Kriese spielt Schlagzeug seit 1994, Marcus Schloussen stieß 1998 zur Band und Pitti Piatkowski ersetzte unseren Heinz 2007 als Gitarrist. Die drei kennt man von City, Reform, NO 55, den Klosterbrüdern, Frank Zander, Gundermann, Rio Reiser, Cäsars Rockband usw. Ich denke, es ist die kraftvollste und beste Band seit der berühmten 70er-Jahre Besetzung. Das sagen uns auch viele unserer Fans.

Nun gibt es ja eine “Akustik -Tour”…
T. Schoppe: Ja. Wir haben einige Erfahrungen damit. Der Unterschied ist: wir spielen mit kleinem Besteck. Oft ersetzt die akustische die E-Gitarre, das Drums ist kleiner und leiser. Und: wir sitzen alle, sind näher am Publikum. Das macht das ganze intimer.

 

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