Riesenposter appelliert an Solidarität

Die Unternehmer stellen sich der Corona-Krise mit einem Riesenposter für Solidarität und Lebensfreude. Fotos: Judith Hauße

Eine Rakete schießt den neuartigen Coronavirus in die Luft – nur eines von vielen bunten Motiven, das seit Donnerstag auf einer 200 Quadratmeter großen Zeichnung über der Innenstadt ragt. „Es soll den Menschen gerade jetzt während der Corona-Krise sowie danach Optimismus ausstrahlen“, so der Leipziger Künstler Michael Fischer, der gemeinsam mit seinem Kollegen Kay Leonardt aus Dresden die 200 Quadratmeter große Zeichnung gestaltet hat.

Er weiß: „Die aktuelle Situation fordert viel von uns ab. Dennoch sollte nicht die Lebensfreude verloren gehen“ so Fischer, der sich bei der Zeichnung genau eine Frage gestellt habe. „Wie können wir den Virus besiegen? Als Maler eine spannende künstlerische Herausforderung, die bei mir Bildmotive wie Schwerter, Maschinenpistolen des Partisans oder Panzer mit einem roten Stern hervorbrachten, um den Virus malerisch zu bekämpfen“, erklärt er. „Und wenn das immer noch nicht ausreicht, wird er einfach mit einer Rakete ins All katapultiert“, lacht Fischer.

Das Ziel  sei aber deutlich. „Gerade jetzt ist es umso wichtiger, zusammenzustehen und gemeinschaftlich aus der angespannten Lage hervorzugehen“, so der Künstler, der sich nur eines wünscht. „Ich hoffe die Menschen nutzen jetzt diese Zeit, um unsere Situation zu überdenken und sich vielleicht darüber bewusst werden, was wir wirklich im Leben brauchen.“

Damit das Riesenposter auch gesehen wird, haben sich die Initiatoren eine der repräsentativsten Stellen in der Stadt ausgenutzt. Gemietet wurde das 40 Meter hohe Hochhaus an der viel befahrensten Kreuzung in der Chemnitzer Innenstadt. „Laut einer Verkehrszählung fahren hier täglich bis zu 56.000 Autos entlang. Damit ist nicht nur die Höhe des Posters entscheidend“, sagt Rene König, der die Fläche gepachtet hat.

Hintergrund des XXL-Posters ist ein Gemeinschaftsprojekt. Gemeinsam mit dem Chef der Agentur Committo Concept startete der Unternehmer Rene König von GERMENS artfashion die Initiative „Solidarität in der Coronakrise“. Bereits vor einigen Wochen versuchten sich beide an einen Video-Clip zum Thema. Daraus sei dann die Idee eines großen Posters entstanden, wie Kai Schmidt erzählt. „Es soll Zusammenhalt demonstrieren und die Menschen zur Besonnenheit in dieser schweren Zeit ermuntern“, so Schmidt.

Das Logo SOLIDARITÄT soll darüber hinaus ebenso Verwendung bei ähnlichen Projekten finden und darf nach Rücksprache kostenfrei verwendet werden. Zudem wird das künstlerische Motiv zeitnah auch auf Poster, Shirts, Aufkleber und weitere Artikel reproduziert. „Mit einem Teil des Verkaufes unterstützen wir den Verein der NINERS Chemnitz“, so Schmidt.

Auch weitere Unternehmer aus Wirtschaft, Sport und Kunst unterstützen das Projekt.

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