Róbert Fritsch ist Europameister

 

Róbert Fritsch hat es nach ganz oben auf’s Podest geschafft. Foto: Jörg Richter

Róbert Fritsch ist Europameister

Von Jürgen Becher

Schon in der letzten Bundesligasaison zeigte sich, dass Róbert Fritsch in der Weltspitze angekommen ist. Der ehemalige U-23-Vizeeuropa- und Vizeweltmeister musste sich in der abgelaufenen Serie nur dem aktuellen Weltmeister Malkhas Amoyan aus Armenien geschlagen geben. Die restlichen elf Kämpfe konnte er siegreich gestalten. So auch beim letzten Heimkampf der Saison. Hier gewann er deutlich mit 6:0 gegen den Dritten der Weltmeisterschaft Gevorg Sahakyan und konnte so den umjubelten Heimerfolg der Veilchen sichern.

Jetzt, ein halbes Jahr später, gelang ihm der große Wurf. Er konnte sich beim Championat, das vom 28. März bis 4. April in seinem Heimatland Ungarn stattfand, den Europameistertitel in der 72-Kilogramm-Klasse Griechisch Römisch sichern. Im Achtelfinale traf der 27-jährige Fritsch auf Mikko Petteri Peltokanjas aus Finnland. Robert besiegte den Neunten der UWW-Rangliste mit 5:3 Punkten und zog ins Viertelfinale ein. Dort traf er auf den Serben Ali Feizollah Arslan, den er mit 5:4 bezwang. Im Halbfinale zeigte Róbert eine taktische Meisterleistung. Gegen den starken Kroaten Pavel Puklavec siegte er aufgrund der letzten Wertung beim Stand von 1:1, zog somit ins Finale ein und hatte die Silbermedaille sicher.

Nun wartete der  Europameister von 2021 und Dritte der Olympischen Spiele von 2016 Shmagi Bolkvadze aus Georgien auf den Modellathleten. Róbert Fritsch nutzte seine perfekte Form und konnte am ersten Aprilwochenende unter den Augen hunderter ungarischer Ringerfans in der prallgefüllten Ringerhalle in Budapest den Kampf bestimmen. Er nutzte in der zweiten Hälfte des Kampfes die angeordnete Bodenlage zum Ausheber, welcher ihm eine Zweier-Wertung einbrachte, zum 3:2-Sieg und somit den ersten internationalen Titel. Der Jubel in der Halle kannte kein Ende.

Unter den Zuschauern weilte auch der Cheftrainer der FCE-Ringerabteilung Björn Schöniger, der extra für diese Europameisterschaften nach Budapest gereist und einer der ersten Gratulanten des neuen Europameisters Róbert Fritsch war.

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