Rodrigo Pastore: „Hatten eine tolle Premieren-Saison“

Niners-Chefcoach Rodrigo Pastore. Foto: Jan Stimpel/Archiv

NINERS-Headcoach Rodrigo Pastore zeigte sich zum Saisonabschluss am Sonntag (9. Mai) noch einmal voller Stolz über die Leistung seiner Mannschaft, dankte dem Team, allen Fans, Mitarbeitern und Sponsoren. Im Gespräch mit WochenENDspiegel-Redakteurin Judith Hauße zieht er sein Fazit zur BBL-Premiere der NINERS.

WochenENDspiegel:
Seitdem der Klassenerhalt geschafft ist, zeigte die Mannschaft eine andere Leistung als zuvor. Schlechter (Bonn, Gießen). Es fehlte sichtlich an Motivation, was war los?

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Rodrigo Pastore:
Als wir mit dem Klassenerhalt unser großes Saisonziel erreicht hatten, war wohl etwas die Luft raus und dann kamen auch noch viele Verletzungen hinzu. Aber nach dem kurzen Tief ist es uns gelungen, zum Saisonende hin wieder gute Leistungen zu zeigen.

WochenENDspiegel:
Wenn die Dreier-Quote hoch ist, ist auch die Gewinnchance groß. Fallen die Dreier mal nicht, tut sich die Mannschaft oft schwer. Ein Zeichen dafür, dass offensiv noch einiges an Arbeit auf Sie zukommt?

Rodrigo Pastore:
Fast noch mehr im defensiven Bereich. Wenn man Spiele gewinnen möchte, in denen der Dreier nicht fällt, muss man vor allem gut verteidigen. Das zeigen die großen, erfolgreichen Teams immer wieder.

WochenENDspiegel:
Wenn Sie heute auf die Saison zurückschauen: Inwieweit hat sich die Bundesliga verändert im Vergleich zu Ihrer BBL-Zeit als Spieler?

Rodrigo Pastore:
Die Entwicklung, gerade im athletischen und taktischen Bereich, ist gewaltig. Zu meinen Zeiten entsprach das Niveau der BBL eher dem, was wir heute in der 2. Liga sehen. Die BBL ist mittlerweile eine der besten Ligen Europas.

WochenENDspiegel:
Die Chemnitzer haben als BBL-Neuling alle Erwartungen übertroffen. Ein gutes Fundament, um sich in der BBL zu etablieren, vielleicht sogar um irgendwann unter die ersten acht zu kommen?

Rodrigo Pastore:
Wir hatten wirklich eine tolle Premierensaison und ich bin überzeugt, dass hier in Chemnitz noch mehr möglich ist. In drei, vier Jahren vielleicht der Sprung in die Playoffs oder sogar die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb.

WochenENDspiegel:
Mit Blick in Richtung Kader: Worauf legen Sie für die kommende Saison 2021/22 großen Wert?

Rodrigo Pastore:
Wir möchten vor allem ein athletisches und vielseitiges Team, das auf beiden Seiten des Feldes in der BBL konkurrenzfähig ist.

WochenENDspiegel:
Was muss ein Spieler mitbringen, um der Philosophie des Teams gerecht zu werden? Denn dass das Chemnitzer Spielsystem in der BBL bestehen kann, hat die Mannschaft gezeigt.

Rodrigo Pastore:
Die Jungs müssen mannschaftsdienlich agieren, erfolgshungrig und arbeitswillig sein wie auch einen hohen Basketball-IQ besitzen. Außerdem sollten sie in der Verteidigung großen Einsatz zeigen.

WochenENDspiegel:
Die Saison geht mit dem Spiel gegen Alba Berlin zu Ende. Was steht in den nächsten Wochen auf dem Plan eines Rodrigo Pastore?

Rodrigo Pastore:
Momentan laufen mit allen Spielern und Trainern intensive Saisonabschlussgespräche, in denen wir gemeinsam die zurückliegende Spielzeit analysieren und uns über die Zukunft austauschen. Parallel stehen wir in täglichem Kontakt zu Scouts und Agenten, um Akteure zu finden, die gut in unser System passen könnten. Nicht zuletzt erarbeite ich gerade unser Sommerprogramm, wo wir mit den Spielern, die hier sind, vor allem individuell trainieren und sie kontinuierlich verbessern möchten.
Vielen Dank für das Gespräch!

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