Rückblick: „Hyper“ Wochenende – das war das Kosmonaut-Festival 2019

Rund 15.000 Menschen feierten zwei Tage lang. Fotos: RG

Chemnitz. Superbingo, Herzblatt und Bieryoga. Sicherlich nicht wenige denken dabei zunächst an einen gemütlichen Fernsehabend. Dass dies alles jedoch auch Bestandteil eines Musikfestivals ist, vermuten wahrscheinlich die wenigsten. Doch so war es. Am vergangenen Wochenende trafen sich wieder mehrere tausend, vornehmlich junge, Menschen um am Stausee Rabenstein in entspannter Atmosphäre die mittlerweile siebente Auflage des Kosmonaut-Festivals zu feiern. Und diese wurden nicht enttäuscht.

Scooter war der geheime Headliner.

Neben der liebevoll auf den Festivalnamen abgestimmten Dekoration – unter anderem einem überlebensgroßen Kosmonauten am Eingang des Stausees, Raumkapseln und Raketen auf dem ganzen Gelände – war es auch in diesem Jahr wieder die gesunde Mischung aus jungen, aufstrebenden Musikern gepaart mit erfolgreichen Künstlern wie Bosse oder K.I.Z, welche das Festival so besonders macht. Highlight war für viele Besucher aber ganz sicher der Auftritt des „Geheimen Headliners“, mit dem wohl die wenigsten gerechnet hatten.

Im eigens eingerichteten Wettbüro konnte im Vorfeld fleißig diskutiert und kräftig abgestimmt werden, wer der Überraschungsgast auf dem Festival werden wird. So kursierten Namen wie „AnnenMayKantereit“, „Dendemann“ oder  „Alligatoah“ ganz oben auf der Liste. Als dann jedoch Kraftklub Frontmann Felix Kummer am Freitagabend den Überraschungsgast verkündete, waren das Erstaunen und die Begeisterung riesengroß. Scooter! Und so sangen Jugendliche in der ersten Reihe genauso wie die etwas älteren Herrschaften in den hinteren Reihen Hit für Hit aus weit über 20 Jahren Bandgeschichte mit. Musik vereint doch. Im Anschluss ging es dann auf verschiedenen Bühnen bis tief in die Nacht weiter.

Insgesamt gesehen unterstrichen die Macher des Kosmonaut-Festivals auch in diesem Jahr wieder, was das Festival so besonders macht. Ein gesunder, familiärer Mix aus eingefleischten Fans einzelner Künstler, typischen Festivalbesuchern und neugierigen Anwohnern, welche „ihren“ Stausee in anderer Kulisse erleben wollten. Bezeichnend ist auch die Nähe zwischen Fans und Musikern. Beim Flunkyball (einem beliebten Trinkspiel) traten beispielsweise die Bands Kraftklub und Von Wegen Lisbeth gegeneinander an. Die Zuschauerränge der eigens aufgestellten „Flunkyball-Arena“ waren dabei natürlich prall gefüllt.

Aber auch in Sachen Nachhaltigkeit trafen die Veranstalter den Zahn der Zeit – es gab eine Mülltombola, bei der der eigene Müll abgegeben werden konnte und man dafür sogar mit kleinen Gewinnen belohnt wurde.  Ebenso aufgegriffen wurde das Thema „Foodsharing“ – Besucher konnten die nicht mehr benötigten Lebensmittel direkt auf dem Gelände spenden.

Und so vergingen auch in diesem Jahr zwei erlebnisreiche, aber auch entspannte Festivaltage wie im Flug und die Vorfreude auf das nächste Jahr beginnt von Neuem. Wenn es wieder heißt: die Kosmonauten rufen auf zum Tanz!

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