Rückschlag für die Veilchen: 0:1 Niederlage

SV Wehen Wiesbaden vs. FC Erzgebirge Aue 1:0 (1:0)
Von Stefan Unger.
Der Uhrzeiger hatte gerade mal eine volle Umdrehung hinter sich, da zappelte das Leder nach einem abgefälschten Schuss von Jaroslaw Linder im Netz des Auer Kastens. An so eine Situation mussten sich die Veilchen erst einmal gewöhnen. Doch der Rückstand machte dem Aufstiegsaspiranten nichts aus. Der Favorit riss das Spiel an sich, suchte im Angriff immer wieder Nicky Adler und dominierte das Geschehen in der hessischen Landeshauptstadt. Mario Kvesic (18.) und Pascal Köpke (23.) vergaben beste Möglichkeiten. Während die Hessen immer wieder Nadelstiche nach vorn setzten.

Aues Simon Skarlatidis (links) hatte nicht seinen besten Tag.

Aues Simon Skarlatidis (links) hatte nicht seinen besten Tag.

Die größte Einschussmöglichkeit der Gäste bot sich Pascal Köpke in der 40. Minute, als er völlig freigespielt am Gästekeeper scheiterte.
Nach dem Wechsel mussten die Auer voll auf Offensive setzen und hinten sehr offen agieren. Dadurch hatte der Abstiegskandidat viel Platz zum Kontern. Diesen Platz nutzten die Hausherren oftmals sehr gut, mehrfach brannte es vor Torhüter Martin Männel lichterloh und es boten sich Chancen zur Erhöhung des Ergebnisses. Doch auch die Erzgebirger hatten Chancen zum Ausgleich. Wie etwa Adler, der in der 63. Minute nach schönem Zuspiel von Köpke blank vor dem Torhüter stand und an ihm scheiterte. Aues Trainer Pavel Dotchev wechselte mit Cebiou Soukou, Mike Könnecke und Simon Handle drei Offensivkräfte ein und versuchte noch einmal alles, um die vermeidbare Niederlage noch abzuwenden. Pech für die Lila-Weißen, als in der 88. Minute Soukou den Ball an die Latte hämmerte.
Doch insgesamt zu wenig Ideen und zu wenig Durchsetzungsvermögen brachten diesmal einen Schuss vor dem Bug, vielleicht gerade noch zur rechten Zeit. Die Wehen Wiesbadener verteidigten bis zum Abpfiff mit Mann und Maus den kostbaren Vorsprung und jubelten am Schluss über den nicht unbedingt erwarteten Dreierpack gegen eine in der zweiten Halbzeit schwach spielende Auer Mannschaft.
Aue: Männel, Rizzuto, Breitkreuz, Susac, Hertner, Tiffert, Riese, Skarlatidis (74. Handle), Kvesic (54. Soukou), Adler (75. Könnecke), Köpke.
Zuschauer: 2.500

Jobs in Deiner Region

Facebook