Sachsen hat ein Ass im Ärmel

Jede Woche läuft Gabriela Hauße (Mitte) gemeinsam mit ihrer Walking-Gruppe entlang des Floßgrabens. Foto: Privat

Aue-Bad Schlema. Freiweillig im Einsatz für die Menschen vor Ort. Für Gabriela Hauße aus Aue-Bad Schlema Ehrensache. Und das im wahrsten Sinne: Seit nunmehr 15 Jahren engagiert sich die 51-Jährige in ihrer Heimat im Ehrenamt. Damit gehört sie in Sachsen zu den mehr als 100.000 Menschen, die mit ihrer unverzichtbaren Tätigkeit in Vereinen jährlich rund 15 Millionen unbezahlte Arbeitsstunden leisten.

Vor allem für ihren Verein, dem Kneipp Verein Bad Schlema e.V. ist Gabriela Hauße aufgrund ihrer ehrenamtlichen Vereinsarbeit mittlerweile unverzichtbar geworden. Dessen sind sich inzwischen alle Vereinsmitglieder sicher, weswegen sie nun als eine von 44 ehrenamtlichen Frauen und Männern aus ganz Sachsen mit dem „Joker des Ehrenamtes“ geehrt werden soll. Überreicht wird die Auszeichnung offiziell im August in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden durch den Staatsminister des Innern Prof. Dr. Roland Wöller sowie dem Präsidenten des Landessportbundes Ulrich Franzen.

Dass sie damit nun aus tausenden engagierten ehrenamtlichen Bürgern als „Joker“ ausgewählt wurde, damit hätte Gabriela Hauße jedoch nicht gerechnet. „Ich wusste zwar, dass mich mein Verein für die Auszeichnung vorgeschlagen hat, doch als ich tatsächlich die Einladung zur Verleihung erhalten habe, war ich schon sehr gerührt über diese große Anerkennung“, freut sie sich und blickt noch einmal mit WochenENDspiegel zurück auf die Anfangszeit. „Damals fragte mich der Verein, ob ich nicht Lust hätte, eine ihrer Sportgruppen zu leiten. Zu dieser Zeit absolvierte ich eine berufliche Umschulung zur Physiotherapeutin. Das ist nun fast 20 Jahre her.“

Seitdem ist die 51-Jährige über ihre Fähigeiten immer weiter hinausgewachsen. So gründete sie 2003 gemeinsam mit Vereinsmitglied Uta Fischer eine wöchentlich stattfindende Walking-Gruppe, absolvierte die Trainerlizenz B für ihre Tätigkeit als Übungsleiterin und ist Mitglied im Vereinsvorstand. So finden nicht nur Sportgruppen, wie die zweimal wöchentlich laufenden Aerobic-Kurse unter ihrer Federführung statt. Auch beim Ausrichten von Vereinsfesten, Wanderungen sowie dem Beantragen von Fördermitteln und Lehrgängen beweist sie Organisationstalent. „Die einen denken sich was aus, andere wiederum machen mit. Und ich gehöre eben zu denjenigen, denen es immer wieder viel Freude bereitet, sich neue Veranstaltungen und Aktionen zu überlegen“, so Hauße. „Wenn alle mit einem Lächeln nach Hause gehen, dann habe ich alles richtig gemacht.“

Doch sie weiß auch, ohne die Unterstützung durch die Vereinsmitglieder sowie vor allem ihrer Familie, allen voran ihrem Ehemann Michael Hauße, wäre vieles nicht immer so möglich gewesen. „Ich bin froh, ihn bei allen Herausforderungen stets an meiner Seite zu wissen. Besonders die Planung und Durchfühung von verschiedenen Wander- und Fahrradausflügen macht gemeinsam im Team einfach viel mehr Spaß.“ jh

 

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