Sachsenmeyer: Glücksspiele

`6 aus 49′, ‘Keno’ oder ‘Eurojackpot’ sind Glücksspiele. Das bedeutet, dass man bei diesen Spielen Glück haben muss. Nur Glück! Ansonsten kannst du ein totaler Vollpfosten sein!

Das ist wie beim Erben!

Bei Glückswetten im Pferdesport oder bei Hunderennen oder Boxen, kann es nichts schaden, wenn man weiß, was beispielsweise Pferde sind. Oder beim Boxen kann es nützlich sein zu wissen, welcher der beiden Gegner die härtere Linke schlägt, aber man muss selbst nicht mitmachen.

Bei anderen Spielen – Tennis, Poker, Fußball, Maumau etc.pp. – braucht man, um erfolgreich mitmachen zu können, außer Glück auch gewissen Fähigkeiten sowie Kenntnisse über das geltende Regelwerk. Übung und Ausdauer sind oft unverzichtbar. Glück alleine nützt nichts, aber ohne Glück wird auch nichts Gescheites draus!

Das ist ja im Leben sehr häufig der Fall, dass man zu all dem, was man tut, ein Quäntchen Glück braucht. Man muss die Nägel auf den Kopf treffen!

Wenn man daneben haut, ist es Pech – und oft der Daumen das leidtragende Körperteil.

In bösartigen Fällen kann Pech tödlich sein.

Hier seien dazu nur mal zwei Beispiele angeführt:

Erstes Beispiel – Christoph Columbus: Als der den Seeweg nach Indien finden wollte, hatte er Pech und hat Amerika gefunden. Das war für Millionen von Indianern und anderen Ureinwohnern Amerikas tödlich!

Oder als in Berlin zur Wende die Mauer abgerissen wurde. Die hätte man jetzt noch so gut in Mexiko verwenden können!

Bei den Lotto-Glücksspielen gibt es kein Pech. ‘Nicht gewinnen’ ist normal und entspricht den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit.

Pech wäre es allerdings dann, wenn man mit Glück gewonnen hat, aber dann den Lottoschein verbummelt.

‘Nicht gewinnen’ besitzt aber, auch wenn es nicht unter ‘Pech’ verbucht werden kann, doch eine eigene unverwechselbare Eigenheit – ‘nicht gewinnen’ ist teuer!

Ich möchte gar nicht nachrechnen, wie viel mich das ‘nicht gewinnen’ schon gekostet hat. Mal nur ganz grob näherungsweise und überschlägig – vierzig Jahre lang jede Woche…

Gut, ich müsste natürlich die Gewinne, die ich hatte, gegenrechen! Also, soundsoviel tausend Wochen, mal soundsoviel Geldeinsätze… abzüglich drei Gewinne unter hundert Mark…

Es hat keinen Sinn, dieses Exempel zu lösen.

Zu DDR-Zeiten war ja ‘nicht gewinnen’ noch relativ erschwinglich. Die DDR-Mark war nicht viel wert. In der Schweiz bekam man damals für eine Mark keine müde Pesete!

Aber schon mit der Einführung der D-Mark nach der Wende wurde ‘nicht gewinnen’ beträchtlich schmerzhafter.

Glück hingegen verdoppelte und vervielfachte seinen Wert.

Da man heutzutage nur mit Glück oder der richtigen Geburt zu Wohlstand, Ruhm und Reichtum kommen kann, ist Glück schier unbezahlbar geworden.

Aber wie kommt man nun zu Glück?

‘Glück haben’ ist Glückssache, sagt meine Gudste. Damit ist aber nichts erklärt und alles weiterhin völlig offen.

Ich kenne die alttestamentarische Weisheit – ‘Glück ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen!’

Aber auch diese Weisheit scheint veraltet und schrottreif zu sein. Denn wenn sie noch gültig wäre, wer dann alles Lottomillionär werden müsste! Oder hätte geworden sein müssen?!!!!

Oder geben die bloß nicht öffentlich zu, Millionär geworden zu sein? Damit keiner merkt, dass sie Rindviecher sind?

Und wer weiß, zu welcher Art von Trampeltieren die gehören müssen, die Milliarden bei irgendwelchen Spielchen gewinnen konnten? Wie geht die Steigerung von Rindvieh?

Eduard Sachsenmeyer

 

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