Samuel “The Voice” Rösch probt in Timmendorf

Samuel Rösch schickte den Lesern des WochenENDspiegel dieses Selfie aus Timmendorf.

The Voice schubst Samuel Rösch ins Rampenlicht

Von Sven Günther
Erzgebirge Halleluja! Seit seinem Sieg bei “The Voice of Germany” Samuel Rösch dreht sich die Welt für den jungen Sänger aus dem Erzgebirge gefühlt ein Stück schneller. Statt Religions-Pädagogik-Unterricht im Käthe-Kollwitz-Gymnasium und an der Fucik-Oberschule in Zwickau zu geben, stürzt sich der junge Mann ins Pop-Halligalli. Aktuell probt er in Timmendorf für die großen Livekonzerte der The-Voice-Talente. Am 27. Dezember steht er erstmals in Bremen auf einer großen Bühne.
Am Sonntag hatte Samuel Rösch aus Großrückerswalde (Erzgebirge) mit 55,94 Prozent das Finale der Castingshow gewonnen. Ein Sieg der Stimme. Ein Sieg der Bescheidenheit. “Ich hatte gehofft, zu gewinnen. Aber damit gerechnet habe ich nicht.” Doch die unkapriziösen Auftritte, die ergreifende Ballade “In diesem Moment” des gestorbenen Roger Cicero sang er in seinem Hochzeitsanzug), sorgten für Stimmen beim Publikum.
Samuel Rösch auf der Suche nach eine Sieg-Erklärung: “Ich war der einzige Finalist, der Deutsch gesungen hat und ich denke, dass ich mit meiner ruhigen Art gut angekommen bin. Außerdem stand das ganze Erzgebirge hinter mir.”
Das Erzgebirge. Die Heimat wird er jetzt nur kurz genießen können, kommt zu Weihnachten nach Hause. Rösch: “Am 27. Dezember stehe ich dann in Bremen bei der ersten Live-Show auf der Bühne. Dann geht es bis zum 20. Januar auf Tour. Wir werden mit riesigen Nightliner-Bussen unterwegs sein. Ich freue mich darauf.”
Wie auf die vielen anderen neuen Erfahrungen. Nach dem Sieg gab es eine After-Show-Party mit den Talenten, Mitarbeiten, Band und Familie. Samuel Rösch: “Bis drei Uhr wurde gefeiert, dann ging es nach zweieinhalb Stunden Schlaf zum Sat.1-Frühstücksfernsehen. Aber ist bin so voller Adrenalin, da ist das kein Problem.”
Sein Religionspädagogik-Studium hängt der Erzgebirger jetzt an den Nagel! “Wenigstens für ein Jahr”, sagt der Christ, der seinen Bachelor-Abschluss schon in der Tasche hat, nur noch seine Masterarbeit schreiben muss. “Ich kann mir gut vorstellen, zunächst mit der Musik meinen Lebensunterhalt zu verdienen und später als Lehrer zu arbeiten.”
Für die Karriere will er eigene Songs schreiben, wie er es schon jetzt tut und kann. Die Lieder die er für seine Band „Paper-Clip“ textete und komponierte sind tiefsinnig und beachtlich hörenswerten. Rösch: “Es wäre ein Traum, auch weiter mit den Jungs auf der Bühne zu stehen, gemeinsam Karriere zu machen. Aber das wird die Zukunft zeigen, ist auch eine Frage der Organistion.
Die Jungs und seine Ehefrau Luisa, die in Stuttgart Theologie und Pädagogik im interkulturellen Kontext studiert, wird er zu Weihnachten sehen, kann ein paar Tage Atem holen, in sich gehen, den Erfolg verarbeiten. Halleluja.

Selfie von den Proben für die Live-Show am 27. Dezember in Bremen geschickt aus Timmendorf.

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