Schaf-Maskottchen wirbt für Crimmitschauer Tuchfabrik

Von links: Tommy Bartels, Geschäftsführer vom Förderverein des Textilmuseums, Zentrums-Managerin Ina Burkhardt und Museumsleiterin Jana Kämpfe stellen das neue Maskottchen für die Landesausstellung 2020 vor. Foto: Judith Hauße

„Das Schaf war der Renner“ – Mit diesen Worten zog Museumsleiterin Jana Kämpfe von der Crimmitschauer Tuchfabrik ihr Fazit zur diesjährigen Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB). Dort warb sie gemeinsam mit weiteren sächsischen Stätten der Industriekultur für die im nächsten Jahr stattfindende Landesausstellung. Als Anziehungsmagnet entpuppte sich dabei das erst kürzlich entwickelte Werbe-Maskottchen, ein Merino-Schaf für die anstehende Landesausstellung, die 2020 auch in der Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau stattfindet. „An unserem Messestand zur ITB konnten wir viele Interessenten auf das Museum und die Region aufmerksam machen. Besonders auf unser Schaf musste ich immer wieder sehr aufpassen, dass dieses nicht mitgenommen wird“, erklärt Kämpfe.

Sie war es auch, die gemeinsam mit ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Marion Kaiser auf die Idee des 23 Zentimeter hohen und 30 Zentimeter langen Werbe-Schafes gekommen ist. Und dies nicht von Ungefähr. Schließlich soll es vor allem auch an die historische Entwicklung der ehemaligen Tuchfabrik in der Pleißestadt erinnern. “Textilfabrikant David Friedrich Oehler befasste sich neben seines Unternehmens auch mit Schafen. Auf seinem Rittergut im Ortsteil Frankenhausen besaß er daher auch seit 1764 eine Merinoschafzucht. Diese war besonders als Rohstoff für die damalige Streichgarnspinnerei angedacht“, erklärt Kämpfe. Darüber hinaus soll nun die Herkunft des Merinoschafes, Spanien, in Verbindung mit der Namenssuche für das Plastik-Schaf stehen. Zudem suchen Stadt und Museum Paten für drei weitere Schaf-Maskottchen. „Eine Patenschaft soll 350 Euro kosten“, sagt Andrea Beres von der Stadtverwaltung Crimmitschau.

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