Schenken, Spenden und Begeistern

Uwe Jentsch, Geschäftsführer der Limbacher Oberflächenveredelung GmbH, Jens Birkner, Pressesprecher des Historischen Feuerwehrvereins Limbach e.V. und Andreas Quellmalz, Vorstand der OMEGA Blechbearbeitung Limbach-Oberfrohna AG (vorn, v.l.) bei der Überreichung des Spendenschecks. Foto: db

Limbach-Oberfrohna. Traditionen und Historie zu einem Erlebnis machen – jedes Jahr zur Weihnachtszeit unterstützen fünf Unternehmen aus Limbach-Oberfrohna gemeinnützige Projekte in der Stadt. In diesem Jahr überreichte die Spendengemeinschaft bestehend aus der AMS Technology GmbH, DELTA BARTH Systemhaus GmbH, DELTA proveris AG, Limbacher Oberflächenveredelung GmbH sowie OMEGA Blechbearbeitung Limbach-Oberfrohna AG insgesamt 3.000 Euro an drei gemeinnützige Projekte, welche die Geschichte der Region auch für zukünftige Generationen bewahren und zu neuem Leben erwecken wollen.

Im August riefen die Unternehmen Vereine und sozialen Einrichtungen dazu auf, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Aus den zahlreichen Einsendungen wurden drei konkrete Vorhaben ausgewählt und jeweils mit 1.000 Euro bezuschusst. Der Stadtparkförderverein e.V., der es sich zur Aufgabe gemacht hat, zum Erhalt und zur Pflege des Stadtparks in Limbach-Oberfrohna beizutragen, möchte die Spende in eine neue Sitzgruppe investieren. „Bereits seit 1894 ist der Park Zentrum kulturellen Lebens, zahlreicher Feste und der Erholung für die Einwohner der Stadt. Wir freuen uns, einen Beitrag dazu leisten zu können, dieses Kleinod auch zukünftig lebens- und liebenswert zu gestalten“, freut sich Annett Barth, Geschäftsführerin der DELTA BARTH Systemhaus GmbH.

Weiterhin kann sich der Historische Feuerwehrverein Limbach e.V. über eine Geldzuwendung freuen, welche für neue, einheitliche Uniformen sowie für die Aufarbeitung der geschichtsträchtigen Technik genutzt werden soll. Der Verein wirkt unter anderem an Schauvorführungen, in Festumzügen oder bei der Erstellung von Sonderausstellungen mit und mochte, so der Vereinspressesprecher Jens Birkner, die Entwicklung des Feuerlöschwesens im 19. Jahrhundert bis in die Jetztzeit dokumentieren und direkt erlebbar machen.

Auch der Genealogiestammtisch Limbacher Land widmet sich intensiv der Heimatgeschichte. Die Kirchgemeinde Limbach-Kandler und ihr großer Schatz an Daten und Lebensgeschichten, der in Form jahrhundertealter Kirchenbucher im Pfarramt ruht, ist oft Anlaufstelle für die Familienforscher und Hobby-Historiker der Region. Doch nur durch eine Restaurierung – unter anderem mit Hilfe der Spendengemeinschaft – können die handschriftlichen Dokumente den Interessenten wieder zuganglich gemacht werden. „Unsere ältesten Kirchenbucher stammen aus dem Jahr 1564 und die Zeit hinterlasst ihre Spuren an den wertvollen Aufzeichnungen“, erklärt Pfarrer Andreas Vogler. „Wir freuen uns daher sehr über diese Spende, durch die weitere Bucher vor Tintenfras und Bucherwurm gerettet werden können.“

Auch die Aktion „Spende statt Geschenke“ hat bereits Tradition. Schon seit mehreren Jahren verzichten die fünf beteiligten Firmen darauf, zu Weihnachten Präsente an Kunden und Geschäftspartner zu versenden. „Als Unternehmer fühlen wir uns stark unserem Standort Limbach-Oberfrohna verbunden“, so Andreas Quellmalz, Vorstand der OMEGA Blechbearbeitung Limbach-Oberfrohna AG. „Daher mochten wir auch nicht, dass die Geschichte unserer Stadt verstaubt, sondern vielmehr, dass sie wieder erlebbar und Teil eines vielfaltigen kulturellen Lebens wird.“ db

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