Schon wieder: Polizei beendet saumäßigen Tiertransport

Auf einem Hänger waren 169 Kälber eingepfercht. Fotos: Polizei

Kein Platz, kein Wasser: Polizisten retten Kälber

Mittweida. Polizisten stoppten am Montag auf der Chemnitzer Straße einen Tiertransporter, mit dem 169 Kälber von Ostsachsen nach Nordrhein-Westfalen gebracht werden sollten. Zunächst fiel den Beamten auf, dass der Fahrer (49) zu lange am Steuer saß.
Als sie in den Anhänger schauten, bemerkten sie, dass viele Tiere die Tränken nicht nutzen konnten, weil sie noch nicht von den Mutterkühen entwöhnt waren. Eine große Zahl war dehydriert. Außerdem stellten sie fest, dass die obere Ladefläche viel zu niedrig war, sodass die Tiere mit dem Rücken anstießen und der Luftaustausch nicht gewährleistet war.
Der Hänger wurde unter Aufsicht des Amtstierarztes entladen, die Kälber wurden versorgt. Der Fahrer konnte den Transport nur mit einem Teil der Kälber fortsetzen. Die anderen werden vorerst in einem Stall versorgt.

Wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, gegen die Tierschutztransportverordnung und die Viehverkehrsverordnung wurden gegen den Lkw-Fahrer, den Organisator des Tiertransportes und die Verantwortlichen der Transportfirma mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. Diese werden nun in enger Abstimmung mit dem Veterinäramt des Landkreises Mittelsachsen geführt und werden einige Zeit in Anspruch nehmen.

Erst am 20. Juli hatten Polizisten einige unsachgemäße Tiertransporte beendet.

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