Schrötter begeistert beim Heimrennen mit Startreihe 1

Schrötter gibt beim Heim-GP alles. Foto: Steffen Ullmann

Von Doreen Müller-Uhlig/Fotos: Steffen Ullmann

Hohenstein-Ernstthal. Über die erste Startreihe freute sich nach dem Qualifying Intact GP-Pilot Marcel Schrötter. Mit dem dritten Startplatz konnte sich der Deutsche zum fünften Mal in diesem Jahr an die Spitze fahren. Nur Polesetter Alex Marquez (EG 0,0 Marc VDS) und Luca Marini (SKY Racing Team VR46) waren gerade mal 80 Hundertstel schneller als Schrötter.

Mit Spannung erwarteten die angereisten Zuschauer, welche Startposition die deutschen Fahrer im Qualifying heraus holen können, dabei hatte zunächst Brad Binder (Red Bull KTM Ajo) im 3. Freien Training die Nase vorn. Schrötter´s Teamkollege Tom Lüthi schaffte es auf Position 2 hinter dem Südafrikaner, während dem 26-Jährigen als Sechstschnellster knapp 0,072 Sekunden fehlten. Ähnlich eng ging es in den anschließenden Qualifying´s zur Sache.

Dort kämpfte sich Alex Marquez (EG 0,0 Marc VDS) zunächst durch die erste Quali-Session und unterbot anschließend mit 1:23.585 Luca Marini´s Bestzeit. Dahinter wurde es noch einmal richtig eng, denn Marini und Schrötter kamen bis auf wenige Tausendstel an Alex Marquez heran, schafften es allerdings nicht mehr ihn zu schlagen.

Nicht sonderlich positiv verlief derweil die Zeitenjagd für Jorge Navarro. Dieser sorgte zunächst im ersten Quali für Aufsehen, als er mit einer 1:23.426 den Rundenrekord knackte. Gleich zu Beginn der zweiten Session schmiss der Spanier jedoch in der letzten Kurve sein Motorrad weg und verlor dadurch Zeit, um sich einen besser Startplatz ergattern zu können.

Auch Tom Lüthi (Dynavolt Intact GP) hatte am Nachmittag zu kämpfen. Der Schweizer plagte sich mit Reifenproblemen, welche die Front seiner Kalex instabil werden ließen. Er startet am Sonntag somit von Platz 12 aus seine Aufholjagd.

Marcel Schrötter wirkte jedoch erleichtert, seinen heimischen Fans so eine gute Startposition bieten zu können. „Die erste Startreihe für den Heim-Grand-Prix ist unglaublich. Ich werde morgen bis zur Zielflagge alles geben, um wieder einen Podiumsplatz zu besetzen“, erklärte er anschließend.
„Insgesamt war es ein besseres Wochenende bisher. Allerdings kein einfaches, da es eine schwierige Strecke ist, um konkurrenzfähig zu sein. Vor allem, wenn du dich nicht 100% wohlfühlst mit dem Bike“, so Schrötter weiter.

„Ich habe seit dem FP1 alles gegeben und wir haben gesehen, dass wir das Potenzial hatten, aber das Gefühl war immer noch nicht fantastisch. Schritt für Schritt versuchten wir uns zu verbessern und heute Morgen hatten wir eine sehr positive Session, selbst mit gebrauchten Reifen. Im Qualifying konnte ich im ersten Run nicht ganz die Performance mit dem Reifen abrufen, wie ich es erwartet hätte. Im zweiten Run ging es dann mit dem neuen Hinterreifen um einiges besser und ich konnte meine Rundenzeit verbessern.“

Landsmann Jonas Folger startet beim Deutschland-Grand-Prix hingegen nur von Position 20, während Lukas Tulovic von der 28 aus ins Rennen geht.

Für den Rennsonntag heißt es damit Daumen drücken ab 12:20 Uhr.

 

Lukas Tulovic kämpft sich durch. Foto: Steffen Ullmann

 

Mehr als Position 20 war für Folger heut nicht drin. Foto: Steffen Ullmann

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