Shiguli mit 204 PS

Toni Ulbricht mit seinem umgebauten Shiguli. Der eingebaute Opel Calibra Turbo Motor bringt 204 PS. Foto: Uwe Wolf

Hermsdorf. Die Automarke Lada gibt es zwar noch. Aber wer erinnert sich noch an Shiguli? So hießen die Fahrzeuge in der DDR. Lada hießen nur die für den Export in die westlichen Länder bestimmten Modelle. Später trugen alle Fahrzeuge des Herstellers den Namen Lada. Toni Ulbricht aus Hermsdorf besitzt noch einen Shiguli. Äußerlich ist der Wagen ganz das Original. Doch im Innern und unter der Haube erinnert kaum noch was an das Ursprungsmodell. Seit sechs Jahren ist Toni Ulbricht mit dem Umbau des Fahrzeuges beschäftigt, um damit sowohl auf der Straße als auch Viertel-Meile-Rennen zu fahren.

Einst hatte der 1972 gebaute Shiguli 60 PS und 1200 Kubikzentimeter Hubraum. Rund 204 PS hat der Motor jetzt. „Ich habe einen Opel Calibra Turbo Motor eingebaut. Damit der in den Shiguli eingesetzt werden kann, waren viele Veränderungen am Fahrzeug erforderlich“, so Ulbricht.

Damit die viele Kraft auch auf die Straße gebracht werden kann erhielt das Fahrzeug eine Hinterachse vom Volvo 245. Weiterhin wurde ein Sperrdifferenzial aus Schweden eingebaut. Um ordentlich abbremsen zu können, bekam die Vorderachse eine Bremsanlage vom Volvo V 70. Der Innenraum gibt sich ganz rallyemäßig. So erhielt das Fahrzeug einen Überrollkäfig, der den DMSB-Richtlinien entspricht.

„Als nächster Umbauschritt ist die Außenlackierung vorgesehen“, kündigte Toni Ulbricht an. „In diesem Jahr will ich den gesamten Umbau abschließen.“ Danach steht die TÜV-Abnahme an, damit das Fahrzeug auch die Straßenzulassung bekommt.

Präsentiert hat Toni Ulbricht seinen besonderen Shiguli kürzlich zum 1. Ladaholics-Treffen am Sachsenring. Über 40 Ladas waren vor Ort und wurden von ihren Besitzern der Öffentlichkeit vorgestellt. Ulbrichts Umbau war dabei stets dicht umlagert. Im kommenden Jahr soll es ein 2. Treffen geben. uw

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