Sieg im Klassenkampf! Hauer hauen Hamburg

Der Hammer! Die Spieler des FC Erzgebirge Aue feiern den 3:0 Sieg gegen den HSV. Foto: Alexander Gerber

Willen schieß die Tore

Aue. Was nützen da die vielen Millionen Euro, was nützt der teure Kader, der prominente Trainer. Geld schießt keine Tore – Willen schon.

Selten wurde der Spruch so untermauert wie an diesem Spätmittag im Erzgebirgsstadion. Der FC Erzgebirge Aue schlägt den Hamburger SV. Ein Sieg im Klassenkampf Kumpel Sven. Kaufleute. Die Hauer hauen Hamburg. Der Hammer!

Mit einer disziplinierten und kämpferisch überzeugenden Leistung verdienten sich die Aue die drei Punkte, die der HSV fast schon hilflos, sich dazu mit einer lächerlichen Schwalbe gelb-rot schwächend, herschenkte.

 

Hier der Spielbericht von Robert Scholz

Mit einer in allen belangen grossartigen Leistung besiegten die Auer Veilchen den HSV mit einem 3:0durch Treffer von Testroet und Hochscheidt (2). Der HSV kam in der gesamten Spielzeit nur zu einer Chance, Männel war aber vor dem Seitenwechsel auf dem Posten.

Volle Hütte, super Stimmung und für die Jahreszeit ordentliches Wetter, die Rahmenbedingungen stimmten für ein Klassepartie im Erzgebirgsstadion. Und mit dem Anpfiff zeigten vor allem die Auer, dass es heute ein Fussballfest werden sollte. Ohne abzuwarten wurde jeder Zweikampf gesucht, jeder Ballgewinn von den Fans lautstark gefeiert.

Die Partie wogte zunächst hin und her, der HSV erspielte sich gleich einige Standards, die aber sämtlich von der Auer Defensive problemlos geklärt werden konnten. Auf der anderen Seite schaften es Hochscheidt, Nazarov und Testroet immer wieder die Defensive der Gäste aus Hamburg in Verlegenheit zu bringen.

Die erste richtige Torchance erspielte sich Jan Hochscheidt, der in die Mitte ziehend, aus 18 Metern abzog und haarscharf neben den rechten Pfosten setzte (6.).

Auch die nächste Chance zur Führung lief über Hochscheidt, von rechts brachte er die Kugel flach in die Mitte zu Testroet, dieser platzierte den Ball mit der Hacke an Heuer Fernandes vorbei, leider auch am Tor (28.).

Als Hochscheidt kurz darauf am Strafraum von Hunt nur noch per Foul am Torschuss gehindert werden konnte, war es dann soweit. Riese scheiterte zunächst an der Hamburger Mauer, den Nachschuss brachte Fandrich in den Strafraum, wo Pascal Testroet am schnellsten schaltete und aus rund 8 Metern in die Maschen traf (38.).

Bezeichnenderweise kam der HSV zu seiner einzigen Chance des Spiels lediglich nach einem Standard. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte Beyer eine Ecke von der linken Seite aus Nahdistanz aufs Tor, Martin Männel mit einem Klassereflex pflückte die Kugel vor der Linie herunter.

Die zweite Hälfte begann wie schon die ganze erste Spielzeit lief. Der HSV hatte gegen die agressive Spielweise der Veilchen kein Rezept, im Gegenteil, die Auer hatten weiterhin Gegner und Spiel im Griff.

Die erste Chance der zweiten Hälfte hatte dann wieder Wirbelwind Hochscheidt, der mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur äusserst knapp sein Ziel verfehlte (56.).

Auf der anderen Seite dezimierte sich der HSV beim nächsten Versuch eines Angriffs selbst. Jung verlor im Strafraum gegen seinen Gegenspieler den Ball und setzte zu einer dilettantischenSchwalbe an. Dem Schiedsrichter blieb nichts anderes übrig als den schon verwarnten Hamburger zum vorzeitigen Duschen zu schicken (58.).

Mit der Überzahl konnten die Veilchen prima umgehen, erspielten sich Chancen fast im Minutentakt. Ein Schlenzer über den Tormann von Hochscheidt, der leider neben das Tor ging, eine Direktabnahme von Strauß neben den Kasten, eine Solo von Hochscheidt, was bei Heuer Fernandes vor dem Tor endete, es hätte längst 2:0 stehen können.

Hochscheidt war es dann selbst, der es nur kurz nach der letzten vergebenen Chance besser machte. Von Testroet schön freigespielt, schob der den Ball überlegt in die lange Ecke zum zweiten Tor (76.).

Nun waren die Messen quasi gelesen. Das hielt die Gastgeber aber nicht davon ab weiter offensiv zu bleiben um dem HSV den endgültigen Stoß zu versetzen. Es war wiederum Hochscheidt vorbehalten dies kurz vor dem Ende zu tun. Riese legte die Kugel vor dem Strafraum quer und der Auer Mittelfeldregisseur knallte die Kugel überlegt ins rechte untere Eck.

Kurz darauf war Schluss und das Auer Team liess sich vom Publikum lautstark und minutenlang feiern. Beste Voraussetzungen für das Derby nächste Woche, wenn man am Sonntag zu Gast in Dresden ist. Nächstes Heimspiel ist dann am 14.03. gegen den SV Sandhausen.

Spielbericht: Robert Scholz.

 

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