„Silberbilder“ entführen in die Zeit um 1900

Museumschefin Andrea Riedel und Prof. Dr. Helmuth Albrecht freuen sich über die gelungene Ausstellung. Beide blätterten zur Eröffnung im überdimensionalen Fotoalbum. Foto: Constanze Lenk

Am 28. September öffnete im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg die neue Sonderausstellung „SilberBilder. Bergbaukultur im Medienwandel“. Die Schau ist das Ergebnis des gemeinsam vom Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie Freiberg und vom Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg durchgeführten Projektes „Bergbaukultur im Medienwandel – Fotografische Deutungen von Arbeit, Technik und Alltag im Freiberger Raum“. Das Projekt der „Silberbilder“ ist von der VolkswagenStiftung gefördert und geht der zentralen Frage nach, wie die Nutzung von Fotografien im Zusammenspiel von bergbaulicher Kultur und Erinnerungskultur erfolgt und bis heute wirkt.
Die Ausstellung gibt eine visuelle Vorstellung des Freiberger Bergbaus um 1900 und bietet Einblicke in eine „verschwundene“ Arbeits- und Lebenswelt. Die Fotoausstellung kann im Rahmen der Öffnungszeiten bis 29. Dezember besucht werden.
Jeden letzten Sonntag im Monat werden um 14 Uhr öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung mit der Sonderausstellung angeboten. Des Weiteren ergänzen Vorträge diese Sonderausstellung.
Am 10. Oktober 2019, um 19 Uhr spricht Nadine Kulbe vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde über den „Bergbau im fotografischen Werk der Freiberger Fotofreunde“ und am 28. November 2019, 19 Uhr, Dr. Michael Farrenkopf vom Deutschen Bergbau-Museum Bochum über „Bilder aus dem Steinkohlenbergbau an der Ruhr um 1900“.
Das 1861 vom Freiberger Altertumsverein gegründete Stadt- und Bergbaumuseum präsentiert seine hochkarätigen Sammlungen im ehemaligen Domherrenhof. Dieser zählt zu den schönsten spätgotischen Profanbauten der Silberstadt Freiberg. Die einzigartigen Ausstellungen zeigen die Symbiose zwischen dem Freiberger Erzbergbau und der Stadtentwicklung. Meisterwerke bergbaulicher Kunst und der spätgotischen Sakralkunst Obersachsens zeugen von der kulturellen Vielfalt der Region über Jahrhunderte hinweg. In wechselnden Sonderausstellungen widmet sich das Museum nicht nur historischen Kontexten aus Wirtschafts- und Kulturgeschichte, sondern thematisiert auch Geschehnisse der Zeitgeschichte.
Hier vorab schon mal ein kleiner Rundgang:

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