So alt ist jung beim MDR

Der MDR zieht eine positive Bilanz. Foto: pixabay.de

Der MDR zieht eine positive Bilanz.
Foto: pixabay.de

FCE-Fans bringen MDR Top-Quoten

Von Sven Günther
Dresden. Die Macher sind stolz! Via Pressemitteilung lassen die Verantwortlichen verkünden: „Das MDR FERNSEHEN wiederholt mit neun Prozent Gesamt-Marktanteil für  2015 den Rekordwert des Vorjahres und ist damit nach wie vor das einschaltstärkste und zugleich jüngste unter den Dritten Programmen der ARD im jeweiligen Sendegebiet.“
Das jüngste unter den Dritten Programmen… Auf Nachfrage von www.wochenendspiegel.de räumt man beim MDR ein, dass das Durchschnittsalter der Zuschauer bei 63 Jahren liegt. Immerhin: Im Norden, Süden oder Westen sehen im Durchschnitt 64- und 65-Jährige BR, WDR oder NDR. So alt kann jung sein…

775,5 Millionen Euro standen dem MDR laut Produzentenbericht 2014 zur Verfügung, 751,7 Millionen wurden ausgegeben. Davon 179 Millionen für das Personal und 329 Millionen Euro für das Programm. Die Zahlen für das letzte Jahr liegen noch nicht vor, dürften ab nur wenig abweichen.
Fernsehen ist teuer. Das zeigen die Kosten aus dem Jahr 2014 für einzelne Sendungen. Eine Ausgabe des „Sachsenspiegel“ schlug mit 36.000 Euro zu Buche, „MDR um elf“ mit 29.000 Euro. Für die Unterhaltungsshow „Musik für Sie“ wurden 157.000 Euro berechnet, für eine Folge „Damals war’s“ 90.000 Euro und für eine Folge „exakt“ 78.000 Euro.
Beachtliche Beträge und ein hoher Aufwand, mit denen man es schafft, einen Marktanteil von neun Prozent zu erreichen. Alle anderen Dritten Programme schneiden in ihrem jeweiligen Sendegebiet schlechter ab.

Grafik: MDR

Grafik: MDR

Beim MDR spricht man von einem Erfolg. Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi. „Der Erfolg des MDR FERNSEHENS basiert auf seiner multimedialen Programmvielfalt. Dabei honorieren die Zuschauer zunehmend unsere hohe Informationskompetenz und verstärkte regionale Verankerung.“
Die meisten Zuschauer lockte 2015 die Hauptausgabe von „MDR aktuell“ um 19.30 Uhr mit 18,2 Prozent Marktanteil im MDR-Gebiet. Dabei war die Ausgabe am 27. Dezember mit 820.000 Zuschauern die meistgesehene Einzelsendung. Auch beachtlich: In der Zeit von 19 bis 22 Uhr schalten 11,9 Prozent der Zuschauer den MDR ein. Nur das ZDF erreicht in Mitteldeutschland mehr Menschen.

Der Sender verweist auf weitere erfolgreiche Projekte. Dem Thema „25 Jahre Deutsche Einheit“ wurden 80 Sendestunden gewidmet. In diesem Rahmen sahen rund 20 Prozent den Film „Go Trabi Go“ und die anschließende Dokumentation „Go Trabi Go forever“. Auf 20 Prozent Marktanteil brachte es die Übertragung „Goldenen Henne 2015“.

Höhepunkte waren auch die regelmäßigen Sportübertragungen. So sahen 24,4 Prozent der Zuschauer in Mitteldeutschland das Derby des FCE gegen Dynamo Dresden.

Fast 500.000 Menschen verfolgten den Film „Lotte Ulbricht – Zwischen Parteidisziplin und Mutterrolle“ über die Familiengeschichte um die Ehefrau von Walter Ulbricht.

Preisgekrönt und viel gesehen war die Neuverfilmung „Nackt unter Wölfen“ unter  Federführung des MDR. Am 1. April verfolgten fast 5,5 Millionen Zuschauer das Drama, die anschließende Dokumentation „Buchenwald – Heldenmythos  und Lagerwirklichkeit“ mehr als 4,5 Millionen Der Spielfilm erhielt u.a. 2015 den  „Seoul International Drama Award“ in der Kategorie Programm/TV-Movie, den Fernsehpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen in zwei Kategorien und ist als bester Film für den Deutschen Fernsehpreis 2016 nominiert.

Einen gesamtdeutschen Rekord kann der MDR auch verbuchen! Das Adventsfest der 100 000 Lichter“ im Ersten am 28. November aus Suhl war mit 6,3 Millionen Zuschauern – 500 000 mehr als zur Vorjahres-Adventsshow – die erfolgreichste 20.15 Uhr-Unterhaltungssendung des Jahres im Ersten am Samstag. Dazu erhöhte sich der Anteil der 14- bis 39-jährigen Zuschauer um über ein Viertel auf 340.000. Ein Fakt, der den Altersdurchschnitt ein wenig sinken lässt…

Hier geht es zum Produzentenbericht des MDR

http://www.mdr.de/mdr-rundfunkrat/presseinformationen/presseinformation6260.html

 

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