So soll die neue JVA aussehen

Visualisierung Hafthaus. Grafik: Frick Krüger Nusser Plan2 GmbH

Zwickau. Zur Abwechslung gibt es keine negativen Nachrichten seitens des Finanzministeriums was den Bau der neuen Justizvollzugsanstalt von Sachsen und Thüringen angeht. Die Kosten von 171, 5 Millionen Euro sollen eingehalten werden können. Auch nachdem nun feststeht, wie die Anlage aussehen soll.

Die Aufteilung soll in sogenannten Funktionsbändern erfolgen. Drei Stück werden es sein. Das erste Band wird sich unmittelbar

Visualisierung „Grüne MItte“. Grafik: Frick Krüger Nusser Plan2 GmbH

hinter der nördlichen Mauer befinden und Arbeitsbetriebe und eine Gärtnerei beinhalten. Im mittleren Teil der Haftanstalt wechseln sich die einzelnen Hafthäuser mit Freistundenbereichen und Grünflächen ab, die zusammen den eigentlichen Haftbereich bilden. Südlich wird dieser von einem „grünen“ Band umgeben, welches die unterschiedliche Aufenthalts- und Erschließungsfunktionen übernimmt. Die Grünflächen hier und in den Haftbereichen sollen  später von den Inhaftierten selbst gepflegt werden. Den südlichen Abschluss der Justizvollzugsanstalt bildet ein multifunktionales Band. Neben Sporteinrichtungen sollen hier unter anderem Schul- und Kirchenräume, ein kleiner Laden, eine Kantine, die Verwaltung und nicht zuletzt der Besucherbereich untergebracht werden.

Aktueller Baustand

Ursprünglich war der Gefängnisneubau mit 150 Millionen Euro geplant. Mit Erstellen der Vorplanung wurde deutlich, dass der 2013 gesteckte Kostenrahmen nicht eingehalten werden könne. Grund dafür seien unter anderem  Gebäuderückstände des alten RAW-Geländes von bis zu fünf Meter Tiefe.

Derzeit sei die Baufeldfreimachung im vollen Gange. Bis zum eigentlichen Bau der Gebäude werden neben der Baufeldfreimachung auch bereits weitere vorgezogene Leistungen geplant und realisiert. Hierzu gehören hauptsächlich Erschließungsleistungen, die auch dazu dienen, später mit den Hochbaumaßnahmen beginnen zu können.

Mit dem Baubeginn der Mauer und der verschiedenen Gebäude der neuen Haftanstalt wird Mitte 2018 gerechnet. Die Vollinbetriebnahme der Justizvollzugsanstalt wird wie bisher im Jahr 2020 erwartet. Bis zu 820 Häftlinge sollen auf dem alten RAW-Standort, der so groß ist wie 33 Fußballfelder, untergebracht werden.

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