Sören Kristensen ist Werdaus neuer Oberbürgermeister

Stefan Czarnecki gratuliert seinem Herausforderer Sören Kristensen zum Wahlsieg. Foto: Alice Jagals

Werdau. Lang war es ein Balanceakt zwischen den Stimmen der beiden Oberbürgermeister-Kandidaten von Werdau am Sonntagabend. Herausforderer Sören Kristensen (Unabhängige Liste) hatte dennoch beinahe immer einen Stimmenanteil von etwas über 50 Prozent. Amtsinhaber Stefan Czarnecki (CDU) entsprechend darunter. Doch mit der Auszählung der Stimmen aus Langenhessen – in diesem Stadtteil war Kristensen einst Ortsvorsteher – wurde das Ergebnis dann doch eindeutiger. Gegen 22 Uhr zeigte sich Czarnecki geschlagen und gratulierte souverän seinem Nachfolger samt Blumenstrauß zum unaufhaltbaren Wahlsieg. Letzten Endes lag das Ergebnis mit einer Wahlbeteiligung von 58,8 Prozent bei 51,8 Prozent für Kristensen.

„Als uns gegen Ende bereits 350 Stimmen trennten, war mir bewusst, dass ich den Wert nicht mehr heraushole“, erklärte Czarnecki, der zugab, natürlich enttäuscht zu sein. „Aber die Werdauer zeigen erneut: Sie wählen nur einmal“, sagte er. Und tatsächlich. Seit 1990 wurde noch nie ein Werdauer Oberbürgermeister wieder gewählt.

Ob Czarnecki wieder in seinen alten Job in die Sparkasse zurückkehre, hielt er offen. Doch möglich sei es.

Bis Ende Juli nimmt dafür Kristensen seine Aufgabe als Geschäftsführer wieder auf. Nach seiner Auszeit für den Wahlkampf startet er am Montag mit seinem neuen Umzugsprojekt in Halle. Ab 1. August sitzt er dann auf dem Chefsessel im Rathaus. Und er freut sich schon richtig auf die Aufgabe. „Als erstes möchte ich das Rathaus offener für die Bürger gestalten und regelmäßige Bürgersprechstunden auch am Samstag und in den Ortsteilen durchführen. Außerdem muss sich der Werdauer Internetauftritt viel transparenter gestalten.“ aj

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