Solidarität nach Schicksalsschlag

Joel mit seinem Papa, der plötzlich starb. Foto: privat

Mir haltn zamm

Von Sven Günther
Sosa. Er war groß und er war stark. Für Joel war Papa der beste Held der Welt! Da konnten Batman, Superman & Co. einpacken. Gegen Vati Karsten war die gar nichts. Schließlich half er nicht nur dem Sohnemann und den beiden kleinen Schwestern. Nein. Kasten Albani arbeitet ehrenamtlich in der Kinder- und Jugenarbeit beim THW.
Bis sein Herz aufhörte zu schlagen. Infarkt. Karsten Albani starb mit 43 Jahren.
Ein Schock für die Familie, die Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Für seine Frau Ilona und die Kinder schien die Welt stehengeblieben zu sein. Wie soll es jetzt weitergehen? Was machen wir ohne unseren Mann, ohne unseren Papa, ohne unseren Held?
Die Last könnte nicht schwerer sein.
Aber die Familie hatte Hilfe. Durch die persönlichen Beziehungen der Kinder rief das Netzwerk www.wirsinderzgebirge.de mit Pierre Lindner und Marcel Schmidt zusammen mit dem FSV Sosa und Thomas Schramm zu Spenden auf, um die Familie zu unterstützen. Leise sagt Marcel Schmidt: „In solchen Momenten tritt die unsägliche Corona-Debatte in den Hintergrund. Uns war sofort klar, dass wir hier helfen müssen.“
Er stellte den Aufruf des Fußballvereins online. Tausende Menschen konnten nun die traurigen Zeilen lesen.

„Es gibt Momente, die im Leben plötzlich alles verändern und es ist nichts mehr so, wie es war. In der Nacht vom 24. zum 25. Februar 2021 musste unser junger Fussballspieler der C-Jugend erleben, wie das Herz seines Vaters plötzlich und unerwartet für immer aufgehört hat zu schlagen.
Wir alle sind schockiert und fassungslos über diese Nachricht. Die Ehefrau und die drei Kinder wissen nun nicht, wie es weitergehen soll. Da wir uns in diesen Zeiten persönlich leider nicht sehen können, bitten wir Euch, auf diesem Weg eine Spende für die Familie zu hinterlassen, um sie zu unterstützen. Wir haben dafür ein Spendenkonto eingerichtet.
Helft bitte mit und lasst die Familie dadurch wissen, dass sie in dieser schweren Zeit nicht vergessen sind.“

Was dann passierte, überwältigte Marcel Schmidt: „Binnen kürzester Zeit spendende viele Erzgebirger. Über 230 Menschen haben sich bislang beteiligt, sodass schon über 8000 Euro zusammengekommen sind. Dazu gab es viele Sachspenden wie vom Bestattungsinstitut Mühlig aus Lößnitz. Das alles hilft der Familie. Selbst in der schwersten Stunde ist man dankbar dafür, dass es im Erzgebirge noch herzliche Solidarität nach dem Motto ‚Mir haltn zamm‘ gibt.“ Menschen die helfen, sind die Helden unserer Zeit.

Wenn Sie die Familie unterstützen möchten: Unter www.gofundme.com oder www.wirsinderzgebirge.de (Eintrag 26. Feburar) finden Sie im Internet die entsprechende Seite.

Ein weiteres Beispiel für die Solidarität im Erzgebirge finden Sie hier

Marlon ist gegangen

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