Sonderzüge für Flüchtlinge, Mitarbeiter der DB im Einsatz

 

DB unterstützt Behörden mit Sonderzügen und zusätzlichem Personal

DB unterstützt Behörden mit Sonderzügen und zusätzlichem Personal. Fotos: DB

Bislang sind 130.000 Flüchtlinge in mehr als 1000 Zügen durch Deutschland gereist. Die Bahn arbeitet eng mit Behörden und Hilfsorganisationen zusammen – und setzt auf Integration durch Ausbildung. Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn sorgen weiterhin mit großem Einsatz und Engagement für die rasche und unkomplizierte Reise und Betreuung von Flüchtlingen. Seit Anfang September sind rund 130.000 Menschen in mehr als 1000 Zügen, darunter inzwischen fast 100 zusätzliche Sonderzüge der DB, sicher durch Deutschland gereist und in die Aufnahmezentren gelangt.

DB unterstützt Behörden mit Sonderzügen und zusätzlichem Personal

DB unterstützt Behörden mit Sonderzügen und zusätzlichem Personal

Die Sonderzüge steuerten bislang mit je bis zu 800 Flüchtlingen vor allem Leipzig, Düsseldorf, Dortmund und Berlin an.Der DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Rüdiger Grube sagt weitere Unterstützung zu: „Mit unserer Größe und bundesweiten Aufstellung können wir dazu beitragen, dass unser Land in dieser Ausnahmesituation seinen Beitrag leistet. Vielen unserer Mitarbeiter ist es auch eine Herzensangelegenheit, den Flüchtlingen zu helfen. Unsere Planer und Disponenten in den Betriebszentralen und ICE-Werken haben mit Hochdruck daran gearbeitet, zusätzliche Züge zusammenzustellen und in den Fahrplan aufzunehmen. Ihnen und allen Mitarbeitern und den vielen freiwilligen Helfern auf den Bahnhöfen überall in Deutschland gilt unser Dank. Bei der Bahn arbeiten schon heute Mitarbeiter aus weit über 100 Nationen miteinander; das ist gelebte Integration.“

Ankunft managen – Einsatz an den Bahnhöfen

Eine besondere Herausforderung haben die DB-Mitarbeiter in Bayern zu meistern. Im Münchner Hauptbahnhof kamen bisher Zehntausende Flüchtlinge an. Zur Unterstützung der Bundespolizei hat die DB den Starnberger Flügelbahnhof sowie ein ehemaliges Signalwerk an der Donnersberger Brücke zur Einrichtung von Erstaufnahmestellen zur Verfügung gestellt. Alle Bereiche der DB und die Polizeien arbeiten Hand in Hand.

Auch im Frankfurter Hauptbahnhof hat die DB im Bahnhofsgebäude Räume für die vorübergehende Aufnahme von Flüchtlingen geschaffen.

DB unterstützt Behörden mit Sonderzügen und zusätzlichem Personal

DB unterstützt Behörden mit Sonderzügen und zusätzlichem Personal

Derzeit müssen täglich und oft innerhalb von Stunden für viele Tausend Flüchtlinge Ankunft und Weiterleitung organisiert werden. Im Reisezentrum des Münchner Hauptbahnhofs wurden zwei Extra-Schalter eingerichtet und mit arabischen Schriftzeichen gekennzeichnet. Kurzfristig kommen Lokführer aus der Freizeit, um Sonderzüge zu fahren. DB-Sicherheitskräfte aus dem Süden begleiten Züge teilweise bis nach Hamburg. Sonderzüge aus Österreich trafen in den zurückliegenden Tagen auch in Berlin, Braunschweig, Dortmund, Eisenhüttenstadt, Celle und Düsseldorf ein. DB-Mitarbeiter kümmerten sich gemeinsam mit den Kommunen, der Bundespolizei, der Landespolizei, der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen um die schutzsuchenden Menschen.

Um Flüchtlinge zu informieren, gibt es in einigen Bahnhöfen zeitweise Ansagen auf Arabisch. Darüber hinaus wurden Texte auf Arabisch verteilt, die in den Zügen von Flüchtlingen mit Arabisch- und Deutsch-Kenntnissen durchgesagt wurden, um die Flüchtlinge auf die Ankunft vorzubereiten und Ängste zu nehmen. Speziell für die Bedürfnisse der Flüchtlinge hat die DB eine vielsprachige Broschüre aufgelegt. Um den Dialog zu erleichtern, bekommen DB-Mitarbeiter Übersetzungshelfer mit typischen Dialogen aus Zügen und Bahnhöfen in Englisch, Französisch und Arabisch.

Plakate und Texten auf Informationsbildschirmen in der Sprache der Flüchtlinge orientieren und informieren inzwischen auf vielen Bahnhöfen.

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