Spätschicht? Aber gerne!

WESKO-Geschäftsführer Andreas Hildebrandt (2.v.r.) und Heiko Lehm (r.) erklären Besuchern das Innenleben eines Umspritzwerkzeuges. Knapp 2000 Besucher schauten am 21. September zur Spätschicht hinter die sonst verschlossenen Türen bei 23 Unternehmen im Erzgebirge. Foto: Karina Kartach

Erfolgreiche Spätschicht!

Erzgebirge. Spätschicht im Erzgebirge – erneut ein riesiger Erfolg. In 23 Unternehmen boten am 21. September 174 Führungen an, 57 Prozent waren ausgebucht. 1800 Interessierte hatten sich vorher in die Anmeldelisten eingetragen.
Dr. Peggy Kreller vom Regionalmanagement Erzgebirge, das die Aktion organisierte: „Wir gehen von knapp 2000 Besuchern aus, da oft auch noch spontane Besucher da waren.“
Die Firmen waren zufrieden. Der größte Andrang herrschte bei Hoppe (Beschläge für Türen, Fenstergriffe) in Crottendorf, wo über 300 Besucher hinter sonst verschlossene Türen schauten.

 

Norafin Mildenau

Sprecherin Kerstin Knorr: „Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder sehr über das große Interesse zur Spätschicht gefreut. Tatsächlich hatten wir ca. 200 Gäste im Haus, die in 20 Führungen entlang unserer Produktionsanlage geführt wurden. Des Weiteren wurde unser Qualitätslabor vorgeführt, Mess- & Testgeräte der Forschungs- und Entwicklungsabteilung gezeigt, vielfältige Ausbildungs- und Jobangebote vorgestellt und natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Kinder konnten sich an einer bunten Bastelstraße mit Vliesstoffen ausprobieren und der Werksverkauf hatte für die Besucher geöffnet.“

Spätschicht 2018 bei Norafin in Mildenau. Führung mit Produktionsleiter Stephan Melzer entlang der Wasserstrahlanlage. Foto: Norafin

 

IVB Umwelttechnik Annaberg-Buchholz

Auch in den anderen Unternehmen wurde die „Spätschicht“ gelobt. Uwe Metzner, Geschäftsführer der IVB Umwelttechnik Annaberg-Buchholz: „Die Aktion wurde besser angenommen, als die Voranmeldungen erwarten ließen. Zu uns kamen viele Spontanbesucher oder welche, die sich nicht in die Liste eingetragen haben.“
IVB baut Behältersysteme für die Abfall- und Wertstoffentsorgung, vertreibt sie weltweit. Zur „Spätschicht“ konnte auch ein Blick in die Annaberger Feuerverzinkungs Gmbh geworfen werden, die die einzige vier Meter tiefe Verzinkungs-Anlage Europas hat.

Marcel Teuchert (rechts) erklärt den Besuchern die Produktion in der Firma IVB Umwelttechnik in Annaberg-Buchholz. Foto: Sven Günther

 

Mogatec Drebach

Zufriedenheit auch bei Gartengeräte-Hersteller Mogatec in Drebach. Alexander Gränitz, einer der beiden Geschäftsführer: „Wir sind hoch zufrieden, waren sehr schnell ausgebucht und haben acht Führungen mit je 15 Personen durchgeführt. Einige Besucher waren so begeistert, dass wir noch am Freitag beziehungsweise über das Wochenende Bewerbungen von ihnen bekommen haben.“

Acht Führungen mit je 15 Personen gab es bei Gartengeräte-Hersteller Mogatec in Drebach. Eine Kernkompetenz des Unternehmens ist die hauseigene Fertigung von Antriebskomponenten (Foto) für Heckenscheren.Foto: Mogatec

Nickelhütte Aue

Blitzschnell waren die Spätschichttermine in der Nickelhütte Aue ausgebucht. 115 Erzgebirger hatten am 21. September die Gelegenheit, das traditionsreiche Unternehmen, welches schon seit 1635 in Aue angesiedelt ist, bei einem Rundgang kennenzulernen. Robert Kämmler, Technologe Prozessoptimierung, welcher die Besuchergruppen durch das Unternehmen führte: „Neben der Außendarstellung ist es uns natürlich auch wichtig, uns dem Nachwuchs zu präsentieren. Die Spätschicht ist hier eine gute Gelegenheit.“ Die Nickelhütte bildet in verschiedensten Berufen aus wie Verfahrensmechaniker/in für Hütten- und Halbzeugindustrie Fachrichtung: Nichteisenmetallurgie, Chemikant/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Industriekaufmann/-frau oder Anlagenmechaniker. Derzeit lernen hier elf junge Leute.“#

Robert Kämmler, Technologe Prozessoptimierung (r.), führte die Besuchergruppen durch die Nickelhütte. Jesco Seifert, Henrik Seifert und André Tränkner sind vom Unternehmen beeindruckt. Foto: Birgit Hiemer

 

WESKO Stollberg

Knapp 100 Interessierte kamen am 21.9. zur Spätschicht im Erzgebirge in die WESKO GmbH Stollberg. „Wir sind das erste Mal dabei und wollen das Interesse für unsere innovativen Produkte in der Öffentlichkeit wecken und zeigen, dass wir über sehr gute Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten verfügen“, sagte Andreas Hildebrandt. Der Geschäftsführer hat das Unternehmen 2001 gegründet und mit seinem Team zu einem leistungsstarken Dienstleister entwickelt, der inzwischen weltweit agiert. Die Besucher wurden in Gruppen durch die wichtigsten Abteilungen geführt. Dabei konnten sie sich in rund 40 Minuten einen Überblick verschaffen, wie Spritzgusswerkzeuge in höchster Präzession und Qualität entstehen oder Spezialstecker für die Automobilindustrie und andere Industriezweige entwickelt und geprüft werden.

Geschäftsführer Andreas Hildebrandt (2.v.r.) und Heiko Lehm (r.) erklären
Besuchern das Innenleben eines Umspritzwerkzeuges. Foto: Karina Kartach

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