Spielzeiteröffnung – Die Magie des Theaters beginnt wieder

Das Musical „Flashdance“ nach dem Buch von Tom Hedley und Robert Cary wird auch wieder in der neuen Spielzeit auf der Chemnitzer Opernbühne zu sehen sein. Foto: Dieter Wuschanski / Die Theater Chemnitz gGmbH

Das Musical „Flashdance“ nach dem Buch von Tom Hedley und Robert Cary wird auch wieder in der neuen Spielzeit auf der Chemnitzer Opernbühne zu sehen sein.
Foto: Dieter Wuschanski / Die Theater Chemnitz gGmbH

Chemnitz. Am 3. September strahlt das Opernhaus im Glanz von bunten Lichtern. Auf dem Theaterplatz wird traditionell die Opern- und Konzertsaison mit einem Open-Air-Konzert eröffnet.  Nach einer erfolgreichen letzten Spielzeit beginnt nun die Theatersaison 2016/17.

Während der Spielzeitpause wurden Umbau- und Reparaturarbeiten der Theater getätigt, denn in der Saison gehören die Theater den Künstlern und dem Publikum. In diesem Sommer wurde der Bühnenboden im Figurentheater umgebaut, es wurden Teile der veralteten Schauspielbühnentechnik  erneuert  und vorgeschriebene sicherheitsrelevante Instandsetzungen, TÜV-Prüfungen und Wartungen an fast allen Teilen der Bühnentechnik im Opernhaus und Schauspielhausdurchgeführt.

Circa 450 Mitarbeiter sind bei den Theatern Chemnitz beschäftigt. Davon sind etwa 200 Bühnenkünstler und Musiker. 250 Mitarbeiter sind in der  Werkstatt, Bühnentechnik, Pädagogik, Künstlerischer Leitung sowie in der Verwaltung tätig. Alle samt starten in die neue Saison und auf was sich die Besucher besonders freuen können, verrät Generalintendant Dr. Christoph Dittrich.

Generalintendant Dr. Christoph Dittrich. Foto: Die Theater Chemnitz

Generalintendant Dr. Christoph Dittrich. Foto: Die Theater Chemnitz

Morgen  läuft mit „König Ubu“, einer Produktion des TheaterJugendClubs, die erste Vorstellung der neuen Spielzeit im Ostflügel des Schauspielhauses. Noch vor Beginn des großen Open-Air-Konzertes zur Spielzeiteröffnung am 3. September, öffnen die Theater Chemnitz bereits wieder ihre Pforten. Die Stricke für all den Zauber hält Generalintendant Dr. Christoph Dittrich in den Händen.

 

WochenENDSpiegel: Was ist die größte Herausforderung als Generalintendant?

 

Dr. Christoph Dittrich: Die Wünsche und Probleme aller unter einen Hut zu bekommen. Da sind die Künstler mit ihrer Kreativität, das Publikum von klein bis groß mit seinen Lieblingsstücken, aber genauso die Tarifverträge, die Sicherheitsbestimmungen, das gute oder schlechte Wetter – und die Kasse sollte auch noch stimmen. Dabei sollte man immer die gute Laune bewahren.

 

WochenENDSpiegel: Wie steht es um die finanzielle Situation der Theater Chemnitz?

 

Dr. Christoph Dittrich: Wir können unsere wirtschaftlichen Pläne sehr gut einhalten, was auch am großen Publikumszuspruch liegt. Sogar ungeplante und plötzlich notwendige Reparaturen am Schauspielhaus konnten wir aus eigenen Kräften bewältigen.

 

WochenENDSpiegel: Können die Chemnitzer in der neuen Spielzeit etwas Neues erwarten?

 

Dr. Christoph Dittrich: Wir halten für unser Publikum mehr als 30 Neuinszenierungen in Oper, Ballett, Schauspiel und Figurentheater sowie mehr als 40 Konzerte der Robert-Schumann-Philharmonie bereit. Darüber hinaus gibt es wieder den Chemnitzer Opernball, zum 3. Mal das internationale Festival für zeitgenössischen Tanz TANZ|MODERNE|TANZ, das NONSTOP-Schauspielstudentenfestival, das Theatertreffen UNENTDECKTE NACHBARN und vieles mehr.

 

WochenENDSpiegel: Steht in der neuen Spielzeit ein besonderes Highlight auf dem Spielplan?

 

Dr. Christoph Dittrich: Mitte September hat Puccinis „Turandot“ Premiere, eine große und populäre Oper, besonders wegen der berühmten Arie „Nessun dorma“, die ein Paradestück der Großen Tenöre ist. Im Mai kommt nach mehr als 40 Jahren erstmals wieder Goethes „Faust“ auf die Bühne – ein Klassiker, der alle begeistert und in Kooperation mit dem Ballett  von Carsten Knödler inszeniert wird.
Ein wirkliches Novum und Sommerhighlight wird das Musical „My Fair Lady“ als Open Air auf dem Theaterplatz.

 

WochenENDSpiegel: Auf welche neue Inszenierung freuen Sie sich persönlich am meisten?

 

Dr. Christoph Dittrich: Auf die große Ballettshow „Lampenfieber – It’s Showtime“. Da wird das Ballett in einem großen Revueabend so viele unterschiedliche Stile von Charleston über Jazzdance bis Rock’n’Roll zeigen, wie man es hier noch nicht erlebt hat. Aber ich freue mich auch auf „Die goldene Gans“ im Figurentheater, ein wunderbares Märchen der Gebrüder Grimm.

 

WochenENDSpiegel: Was macht eigentlich das Theater in der Spielpause?

 

Dr. Christoph Dittrich: Das sind wohlverdiente Ferien, da die Mitarbeiter von September bis Juni durchweg auf oder hinter den Brettern, die die Welt bedeuten, stehen. Die Technik ist in dieser Zeit aber mit der sehr wichtigen und gründlichen Wartung und Prüfung der Anlagen beschäftigt, damit anschließend wieder alles ein Jahr lang fehlerfrei, sicher und am besten geräuschlos funktioniert, um unser Publikum zu verzaubern.

 

WochenENDSpiegel: Welche Vorstellungen wurden in der letzten Spielzeit besonders gut angenommen?

 

Dr. Christoph Dittrich: Alle sechs Vorstellungen von Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ waren ausverkauft und wurden bejubelt. Bei Molières „Der Menschenfeind“ war der Zuspruch ähnlich, das ist bei einem solchen Klassiker nicht selbstverständlich. Im Ballett hatte es „Eugen Onegin“ dem Publikum besonders angetan und im Figurentheater war „Der Froschkönig“ Publikumsliebling.

 

WochenENDSpiegel: Wie haben sich die Besucherzahlen entwickelt?

 

Dr. Christoph Dittrich: Die Besucherzahlen sind nach wie vor leicht steigend, das freut uns natürlich sehr. Auch die gute Auslastung des Sommertheaters im Küchwald mit „Zorro“ trotz des durchwachsenen Wetters und die großen „Cabrio“-Sommerkonzerte auf dem Theaterplatz tragen dazu bei.

 

Vielen Dank.

Mit einem positiven Resümee der letzten Spielzeit blicken die Theater Chemnitz in die neue Saison und freuen sich auf viele interessante Begegnungen mit dem Publikum.

Von Nicole Neubert

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