Spitzenreiter in Sachen Zufriedenheit

Die beiden Geschäftsführer Michael Klink (l.a.) und Heribert Quast (2.v.r.) mit zwei ihrer insgesamt 34 Mitarbeiter Andre Wagner (r.a.) und Osman Suleman (2.v.l.). Fotos (3): Judith Hauße

Siegmar. Für sie ist der tägliche Gang zur Arbeit keineswegs eine Qual. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma μ-tec sind sich einig, hier lässt es sich arbeiten. Den Beweis dafür liefern die aktuellen Ergebnisse einer unabhängigen anonymen Mitarbeiterbefragung, bei der, und das ist das Besondere, auf der Zufriedenheitsskala ein Wert von mindestens 75 Prozent erreicht worden ist. Damit ist das Werkzeug- und Formenbau Unternehmen aus Siegmar die erste Firma in Sachsen, das sich nun als „Traumfirma“ bezeichnen darf.

Zudem ist μ-tec eines von 34 Unternehmen in Deutschland, denen durch den Award bestätigt wird, eine wertschätzende Unternehmenskultur zu haben, wie Georg Paulus, Unternehmensberater und Begründer des Traumfirma-Awards zur Verleihung betonte. „In einer Traumfirma fühlen sich nicht nur die Unternehmer wohl, sondern auch deren Führungskräfte und Mitarbeiter. Und genau diese haben nicht zuletzt einen besonders hohen Wertfaktor“, so der gebürtige Oberbayer.

Seit neun Jahren wird der Traumfirma-Award an Unternehmen in Deutschland verliehen, die sich durch eine mitarbeiterfreundliche und wertschätzende Unternehmenskultur auszeichnen. „100 Prozent auf der Zufriedenheitsskala zu erreichen ist sicherlich schwer. Dennoch gibt es Unternehmen, die dem bisher nahe kommen“, so der Initiator des Awards Georg Paulus. So wurden u.a. Kriterien wie Zufriedenheit am Arbeitsplatz, Stressfaktoren, Kommunikation und Zusammenarbeit oder die Bezahlung abgefragt. Insbesondere Hygiene und Sauberkeit sowie eine optimale Arbeitsausstattung standen in der Bewertung ganz oben. Beim Thema „Wertschätzende Unternehmenskultur“ liegt μ-Tec bei 15 Prozent und bei der Einkommensfrage sogar 18 Prozent über dem Benchmark der Branche „Werkzeug und Formenbau“ in ganz Deutschland.

Andrè Wagner (rechts) bringt Praktikant Osman Suleman (links) die Arbeit an der Kunststoff-Spritzgussform näher.

Nicht zuletzt empfehlen rund 86 Prozent der Mitarbeiter/innen das Unternehmen aus Siegmar als idealen Arbeitgeber weiter und wollen auch in 5 Jahren noch dort arbeiten. So auch Andre Wagner. Der 57-Jährige arbeitet seit 16 Jahren als Werkzeugbauer im Unternehmen und habe diesen Schritt auch nie bereut, wie er im Gespräch mit WochenENDspiegel betonte. „Selbstverständlich gab es auch hin und wieder große Herausforderungen in den letzten Jahren. Doch es herrscht ein gutes Verhältnis zwischen den Kollegen und auch die Arbeit selbst findet Anerkennung“, so Wagner.

Für die beiden Geschäftsleiter der Firma μ-Tec, Heribert Quast und Michael Klink war die Mitarbeiterbefragung im Unternehmen eine besonders spannende Zeit, wie beide erklärten. „Es war eine große Möglichkeit, um einmal ein reales Bild über die derzeitige Situation im Mitarbeiterstamm zu bekommen“, sagt Quast. Und auch Michael Klink sieht im Award eine große Bedeutung. „Es macht uns sichtlich stolz, dass wir so ein positives Feedback aus der Belegschaft erhalten haben.“ Vor allem lasse der Preis aber auch das Unternehmen nun noch stärker nach Außen tragen. „Seit unserem Bestehen konnten wir nach und nach neue Mitarbeiter einstellen. Allein in diesem Jahr haben wir bereits jetzt schon zahlreiche Bewerbungen für das nächste Ausbildungsjahr erhalten“, freut sich Klink.

Das Unternehmen in Siegmar praktiziert eine christliche Unternehmenskultur, in der die Mitarbeiter als Mensch und Geschöpfe Gottes im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns stehen. Die soziale Einstellung der Geschäftsleitung spiegelt sich in den Sozialleistungen für die Mitarbeiter wieder.  So wird z.B. die Mittagspause nicht als Arbeitszeit angerechnet. Alle Mitarbeiter/innen können während der Arbeitszeit ihr Essen einnehmen, wann und wie sie es für richtig halten. Nichtalkoholische Getränke, wie Wasser, Kaffee und Tee werden seit Jahren kostenlos zur Verfügung gestellt. Als Teil des Teambuilding finden u.a. regelmäßige Quartalsessen statt. Die Mitarbeiter haben von sich aus eingeführt, dass sie auf Geburtstagspräsente seitens der Firma verzichten und lieber das Gemeinwohl fördern, indem sie diese Gelder für Patenkinder in ärmeren Ländern zukommen lassen. μ-tec selbst unterstützt zusätzlich Kinder und Jugendliche in Schulprojekten in Rumänien.

 

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