Stadtrat fordert Leerrohre

Er gab den Anstoß: Linke-Stadtrat Bernd Rudolph verlangt von der Stadt endlich Eigeninitiative in Sachen Breitbandversorgung. Fotos/Montage: Alice Jagals/ pixabay

Zwickau. 100 Mbit pro Sekunde haben die Damen und Herren der Deutschen Telekom versprochen. Doch aus den angepriesenen Datenautobahnen sind lediglich Landstraßen geworden. Der Stadtrat fordert nun, dass die Stadt die Sache selbst in die Hand nimmt.

„Ich habe kein Vertrauen mehr in die Telekom“, sagt Bernd Rudolph (Die Linke). „Niemand bekommt das Datenvolumen, das er bestellt hat.“ Eineinhalb Jahre  kämpfte die Fraktion dafür, dass ihr Antrag zur Verbesserung des Breitband-Angebotes im Stadtrat diskutiert wird. Immer wieder wurde das Schlusslicht aus der Menge an Tagesordnungspunkten aus Zeitgründen verschoben.

Mittlerweile haben sich CDU, SPD, BfZ und Grüne den Linken angeschlossen. Sie fordern einen bedarfsgerechnet Ausbau, der durch die Stadt selbst sichergestellt werden soll. Sprich: Es sollen Leerrohre verlegt werden, um flächendeckend die Versorgung mit Glasfaserkabel sicherzustellen. Diese könnten dann an beliebige Anbieter vermietet werden. Insgesamt sollen so bis 2019 jedem Haushalt und Gewerbe eine Downloadrate von mindestens 50 Megabit pro Sekunde, zukünftig von bis zu 200 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Die Stadtratssitzung beginnt am Donnerstag, den 27. April um 16 Uhr im Rathaus.

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