Stadtspaziergang: Infos aus erster Hand

Zu Beginn ging es zur alten brücke. Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn erklärte, wieso man sich für eine Sanierung für Fußgänger und Radfahrer entschieden hat. Fotos: Alice Jagals

Crossen. Bei 20 Grad und bedeckten Himmel lässt es sich aushalten, wenn man Neues, quasi „live und in Bildern“, aus einem Stadtteil erfahren möchte. So luden Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß und die Verwaltung am vergangenen Donnerstag zum Stadtspaziergang nach Crossen ein.

Treffpunkt für den Rundgang durch Zwickaus Norden war die Straßenbahn-Endhaltestelle in Pölbitz, deren Gleise durchaus irgendwann einmal bis nach Mosel reichen könnten. Das jedenfalls, so das Stadtoberhaupt, sollten sich auch ihre Nachfolger im Kopf behalten. Weiter ging es zur ehemligen Bahnbrücke und damit die kürzeste Verbindung in Richtung Pölbitz und damit auch zum Einkauf – zumindest für Fußgänger. Das Bauwerk ist längst nicht mehr das jüngste. Dafür wurde es zuletzt 2017 saniert und somit sicher nutzbar gemacht für Radfahrer und Fußgänger.

Sportforum Crossen.

Beim Stopp vorm Sportforum Crossen sah man schon ein Stirnrunzeln bei den Vertretern der Verwaltung. Das Sorgenkind darf nun wieder von den Mitgliedern des TSV genutzt werden, doch vorerst nur bis 2021. Zuvor wurden die Sportler im gesamten Stadtgebiet verteilt. „Das zerreißt den Verein“, sagt der 33-jährige Sebastian Lohrke, der bereits zwei Drittel seines Lebens mit dem Verein im Bereich Volleyball verbunden ist. Die Halle müsse dringend saniert werden. Doch auf was man stoßen könnte, wenn man die Halle wegreißen und neu bauen würde, will man im Rathaus lieber gar nicht erst wissen.

Der Haltepunkt am Feuerlöschteich hatte schon etwas Idyllisches. Ein älteres Pärchen schaute auf das Wasser und zugleich gesellten sich einige Crossener zu den ohnehin knapp 40 Spaziergängern. Doch das Paradies trügt. Der Teich saniert werden. Seinem Namen mache er längst keine Konkurrenz mehr, denn zum Löschen sei er nicht mehr geeignet. Künftig wolle man auf eine verringerte Oberfläche und tieferen Wasserstand setzen. Auch die Linden an der anliegenden Straße wurden kürzlich entfernt, was Anwohner entsetzte. „Das waren so genannte Kopfbäume“, erklärte Jörg Voigtsberger vom Garten- und Friedhofsamt. „Der künstliche Schnitt ist sehr pflegeaufwändig und zudem belastet er den Verkehr so dicht an der Straße.“

An Ort und Stelle kam die alte Mühlgrabenbrücke ins Gespräch. Einen Plan habe die Verwaltung bereits in der Schublade, „denn neben der Cainsdorfer Brücke ist auch diese das A und O“, sagte Findeiß. So wolle man Ende des Jahres den Mitgliedern des Bauausschusses einen Neubau unweit der alten Brücke vorschlagen. Sollte es einmal zu einer Umgehungsstraße kommen, könnte die Brücke direkt angebunden werden. Doch allein die Brücke würde

Grundschule Crossen.

planmäßig in nicht weniger als vier Jahren gebaut werden.

Dafür sind die Bagger auf dem Gelände der Crossener Grundschule schon angerückt. Hier wird derzeit der Hortneubau vorbereitet. Ist dieser fertig geht es mit der Sanierung des Schulgebäudes im Innen- und Außereich weiter. Fünf Millionen Euro kostet das Vorhaben. „Wenn man bedenkt, dass die Schule vor 20 Jahren noch geschlossen werden sollte, ist das schon eine ganz schöne Entwicklung“, sagte das Stadtoberhaupt im Hinblick darauf, dass hier knapp 140 Kinder lernen.  aj

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