Städtebaulicher Denkmalschutz: Fördermillionen für Freiberg und Oederan

Innenstaatssekretär: „Städtebauliche Entwicklung unserer Städte vorantreiben und kulturhistorisches Erbe wahren“

Über den dicken Förderbescheid freuen sich Inninstaatssekretär Prof. Schneider und Freibergs Baubürgermeister Holger Reuter. Foto: SMI

Gleich zwei Zuwendungsbescheide mit einer Zusage von rund 5,5 Millionen Euro Fördermitteln konnte am 28. November Innenstaatssekretär Prof. Dr. Günther Schneider der Stadt Freiberg überreichen. Davon sollen knapp 3,7 Millionen Euro in den städtebaulich denkmalgerechten Erhalt der historischen“ Altstadt und knapp 1,8 Millionen in die städtebauliche Entwicklung der Bahnhofsvorstadt fließen.
„Wir treiben die städtebauliche Erneuerung unserer Städte und Gemeinden voran und wahren unser kulturhistorisches Erbe. Mit gezielter Städtebauförderung wollen wir die Innenstädte beleben und gleichzeitig Orte in ihrer geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung erhalten“, sagte Innenstaatssekretär Prof. Dr. Günther Schneider bei der Übergabe. „Sozial und Infrastrukturell benachteiligte Stadtteile, wie die Bahnhofsvorstadt unterstützen wir, indem wir an bisherige Entwicklungsimpulse anknüpfen. Finanzhilfen von Bund und Freistaat sind hier sehr gut und nachhaltig angelegt.“
Freiberger Altstadt:
In Freiberg wird der städtebauliche Denkmalschutz mit 3.650.000 Euro gefördert. Die Finanzhilfen sollen insbesondere für weitere Sanierungsarbeiten am Domkreuzgang und am Herderhaus (neues Stadtarchiv), sowie für den Ergänzungsbau am Stadt- und Bergbaumuseum verwendet werden. Daneben werden das Dach und die Fenster am Rathaus instandgesetzt und mehrere Straßen und Gassen wie die Pfarrgasse und die Ringanlagen weiter altstadttypisch ausgebaut. Auch die denkmalgerechte Sanierung privater, stadtbildprägender Wohnhäuser wird bezuschusst.
Mit dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ sollen in ihrer Struktur und Funktion bedrohte historisch wertvolle Altstadtbereiche erhalten und gesichert werden – insbesondere mittelalterliche Stadtkerne und Siedlungsbereiche mit denkmalwerter Bausubstanz und besonderer stadtbaugeschichtlicher Bedeutung. Privatinvestitionen können ebenso gefördert werden wie der Um- und Ausbau bestehender öffentlicher Einrichtungen oder deren Neuschaffung durch die Umnutzung von Altbauten. Ebenso die Erhaltung von Straßen und Plätzen von geschichtlicher, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung.
Bund und Freistaat tragen jeweils 40 Prozent der förderfähigen Kosten, die Gemeinde 20 Prozent Eigenanteil. Im Städtebaulichen Denkmalschutzprogramm wurden in Sachsen 1991 – 2017 rund 1,4 Milliarden Euro Finanzhilfen von Bund und Land bewilligt. Mit dem Programmjahr 2018 kommen weitere 41,1 Millionen Euro hinzu.
Freiberg Bahnhofsvorstadt:
Mit 1.760.000 Euro wird der Ausbau der Bahnhofsvorstadt gefördert. Hier entsteht der Ersatzneubau einer Kindertagesstätte mit Spielplatz für die westliche Bahnhofsvorstadt. Die Humboldstraße wird verkehrsberuhigt und vorhandene Grün- und Freiflächen werden barrierefrei gestaltet. Um das Gebiet am Tierparkt soll so ein attraktiver Freizeit- und Erholungsbereich entwickelt werden. Bewohner und lokale Akteure wie Gewerbetreibende sollen aktiv in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Ein Quartiersmanagement wird die Arbeit vor Ort begleiten.
Das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ wurde im Jahr 1999 gestartet. Seither wurden in Sachsen rund 184 Millionen Euro Finanzhilfen von Bund und Land bewilligt. Mit dem Programmjahr 2018 kommen weitere 18,4 Millionen Euro hinzu. Es unterstützt bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile.

Oederan erhält 1,36 Millionen Euro für städtebaulichen Denkmalschutz
Ebenfalls am 28. November hat Innenstaatssekretär Prof. Dr. Günther Schneider der Stadt Oederan einen Zuwendungsbescheid in Höhe 1.360.000 Euro überreicht. Mit dem Geld beteiligen sich der Freistaat Sachsen und der Bund an der denkmalgerechten Sanierung und Gestaltung der Oederaner Altstadt. Die Stadt Oederan wird die Mittel in den Jahresscheiben 2019 – 2021 zum größten Teil für die grundhafte Sanierung des historischen Rathauses Markt 5/Freiberger Straße 2 verwenden, sowie Fördermittel an Dritte für die Sanierungen des Wohnhauses „An der Spüle 1“ und des Diakonates ausreichen.
„Mit den finanziellen Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm ‚Städtebaulicher Denkmalschutz‘ bekommen auch Städte und Gemeinden im ländlichen Raum die Möglichkeit, ihren historischen Stadtkern strukturell zu stärken, attraktiver zu gestalten und dabei historisch wertvolle Gebäude mittels Sanierung wieder dauerhaft zu nutzen“, sagte Innenstaatssekretär Prof. Dr. Günther Schneider
Die Stadt Oederan erhielt im Städtebaulichen Denkmalschutzprogramm bisher insgesamt rund 32,5 Millionen Euro Finanzhilfen von Bund und Land, davon für die aktuelle Gesamtmaßnahme „Altstadtquartier Oederan“ (2014 – 2016) rund 2,8 Mio. EUR und für die ältere Gesamtmaßnahme „Denkmalschutzgebiet Altstadt“ (1995 – 2013) rd. 29,7 Mio. EUR.
Mit dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ sollen in ihrer Struktur und Funktion bedrohte historisch wertvolle Altstadtbereiche erhalten und gesichert werden – insbesondere mittelalterliche Stadtkerne und Siedlungsbereiche mit denkmalwerter Bausubstanz und besonderer stadtbaugeschichtlicher Bedeutung. Privatinvestitionen können ebenso gefördert werden wie der Um- und Ausbau bestehender öffentlicher Einrichtungen oder deren Neuschaffung durch die Umnutzung von Altbauten. Ebenso die Erhaltung von Straßen und Plätzen von geschichtlicher, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung.
Bund und Freistaat tragen jeweils 40 Prozent der förderfähigen Kosten, die Gemeinde 20 Prozent Eigenanteil. Im Städtebaulichen Denkmalschutzprogramm wurden in Sachsen 1991 – 2017 Finanzhilfen von rund 1,4 Milliarden Euro bewilligt. Mit dem Programmjahr 2018 kommen weitere 41,1 Millionen Euro hinzu.

Hier noch einige Bilder der förderfähigen Objekte in Freiberg und Oederan. Fotos: Constanze Lenk

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