Starkregen im Vogtland: Mann erleidet Stromschlag

Unmengen an Regen gingen im Vogtland nieder. Symbolfoto: Daniel Unger

Vogtland. In einigen Teilen des Vogtlandes hieß es am Donnerstag Land unter. Langanhaltender Starkregen hatte vor allem im Elstertal kleine Bäche zu reißenden Gewässern anwachsen lassen. Feuerwehr und Rettungsdienst sowie die Polizei waren ab dem frühen Nachmittag im Dauereinsatz.

Wahre Wassermassen hatten Schlamm und Geröll auf Straßen gespült und zahlreiche Keller geflutet. Viele Straßen im Bereich Oelsnitz, Adorf, Markneukirchen und den umliegenden Gemeinden mussten gesperrt werden. Betroffen waren die Bundesstraße 283 zwischen Adorf und Markneukirchen, die Bundesstraße 92 zwischen Bad Brambach und Oelsnitz sowie mehrere Ortsverbindungsstraßen. Einige Straßen werden längere Zeit gesperrt bleiben, weil die Fahrbahn unterspült oder abgetragen wurde.

Wegen überspülter Gleisanlagen wurde am Abend der Fahrverkehr der Vogtlandbahn zwischen Weischlitz und Bad Brambach eingestellt. Die Wiederaufnahme des Bahnbetriebes ist erst nach einer Begehungsfahrt und Feststellung der Schäden möglich, vermutlich aber nicht vor Freitagmittag.

Nach bisheriger Kenntnis wurde bei dem Unwetter zum Glück nur eine Person verletzt. In Oberhermsgrün erlitt ein Mann einen Stromschlag, als in seiner Nähe ein Blitz einschlug. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus transportiert, ist aber nicht lebensbedrohlich verletzt.

Teilweise behinderten Schaulustige den Einsatz der Rettungskräfte, wie zum Beispiel in Adorf, wo einige Anwohner im Bereich der Weißen Elster durch Feuerwehr und THW evakuiert wurden. Zahlreiche Gaffer fanden sich auch in Pirk ein, weil die Talsperre wegen erhöhtem Wasserpegel kontrolliert abgelassen wird. Die Polizei sprach ihnen einen Platzverweis aus.

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