Stündlich 26 Todesopfer durch Krebs

2019 starben in Deutschland 231.000 Menschen an Krebs. Täglich 632, rund 26 jede Stunde. Jetzt warnt die BARMER vor einem lebensgefährlichen Zögern bei der Krebsvorsorge. Im Paracelsus-Klinik Bad Elster beraten Ärztinnen die Menschen telefonisch. Symboldbild: pexels.com

Lebensgefährliches Zögern!

Von Sven Günther

Region. Die Zahlen sprechen für sich. Im Jahr 2019 starben in Deutschland 231.000 Menschen an Krebs. Täglich 632, rund 26 jede Stunde. Die meisten erlagen einem Tumor in der Lunge (44.800). Es folgen Bauchspeicheldrüse (19.200), Brust (18.700) und Darm (15.800). Hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen (331.200) ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in der Bundesrepublik.

UND DIE ZAHLEN KÖNNTEN STEIGEN!

Der Grund: Immer weniger Menschen gehen im Zuge der Corona-Pandemie zur Vorsorge. Für Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER Sachsen, ein „lebensgefährliches Zögern“! Die Zahlen der Untersuchungen sanken in Sachsen im Vergleich der zweiten Quartale 2019 und 2020 um mehr als die Hälfte.

ABER: Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Barmer-Pressesprecherin Claudia Szymula: „Zu den Gründen des drastischen Rückgangs können zum jetzigen Zeitpunkt nur Vermutungen angestellt werden. Denkbar sind einerseits Ängste und Zurückhaltung der Patientinnen und Patienten, andererseits aber auch Zurückhaltung in der Ärzteschaft sowie geschlossene oder eingeschränkt geöffnete Arztpraxen.“

Telefonische Beratung in Bad Elster

Die Paracelsus-Klinik in Bad Elster bietet eine telefonische Krebs-Beratung an. Jeweils dienstags beantworten Dr. med. Constanze Junghans und Dr. med. Sabine Schnohr zwischen 13.00 und 14.00 Uhr unter der Rufnummer 037437 703423 Fragen.

In der Paracelsus-Klinik in Bad Elster bieten Dr. med. Constanze Junghans und Dr. med. Sabine Schnohr eine telefonische Beratung an. Foto: Paracelsus-Klinik

Klinik-Sprecherin Isabelle Georgi-Barth: „Auch wenn gegenwärtig unser Leben sehr von Corona und den damit verbundenen Unsicherheiten sowie Einschränkungen verbunden ist, sollten begonnene Krebstherapien unbedingt weitergeführt werden. So kann kontinuierlich der Genesungsprozess unterstützt werden. Nach der Operation bzw. der Beendigung von Chemo- oder Strahlentherapie kann man bei einer Anschlussheilbehandlung oder onkologischen Rehabilitation Kraft sammeln und sich auf die Rückkehr in den Alltag vorbereiten. In unserem Haus findet unter Einhaltung strengster Hygienemaßnahmen ein regulärer Klinikbetrieb statt.“

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