Süß und Salzig

Carolina Herrmann verpasst den Stollen der Annaberger Backwaren eine Portion Butter. Foto: Sebastian Paul

Ja, ist denn jetzt schon Winter?

Region. Bald nun ist Weihnachtszeit…. Im Erzgebirge laufen die Vorbereitungen auf den Winter.

Süß

Die Bäcker der Erzgebirgischen Backwaren Annaberg-Buchholz schoben letzte Woche die ersten Stollen in die Öfen. Auch einen vegetarischen Biostollen, in dem beste Zutaten, aber kein Schweineschmalz stecken. Geschäftsführer Martin Hübner: „Wir werden davon 3000 Stück herstellen, sind auch erstmals bei einem Biohändler gelistet. Das Produkt ist nicht für den traditionellen Markt im Erzgebirge gedacht. Aber in Großstädten wie Berlin oder Dresden gibt es dafür Kunden.“

Er schmunzelt: „Eine Mitarbeiterin musste einige Rezepturen backen, ehe wir mit dem Geschmack zufrieden waren. Unser vegetarischer Stollen schmeckt so gut wie das Original.“ Davon werden zwischen 180 und 200 Tonnen in alle Welt geschickt. Japan, China, USA, Russland – in 60 Ländern freuen sich die Menschen über die Stollen von den Annaberger Backwaren. Martin Hübner: „Wir wissen natürlich noch nicht, wie das Geschäft in diesem Jahr laufen wird, ob beispielsweise die Weihnachtsmärkte stattfinden. Aber wir sind optimistisch, haben schon einige Bestellungen vorliegen.“

Salzig

16.000 Tonnen Salz liegen für den Winterdienst bereit. Foto: LRA

Während die Erzgebirgerinnen und Erzgebirger derzeit noch bei sommerlichen Hitze schwitzen bereiten sich fünf Straßenmeistereien des Erzgebirgskreises bereits mit Hochdruck auf die kalte Jahreszeit vor. So konnten bereits am 20- August die letzten Lieferungen an Streusalz für die bevorstehende Wintersaison am zentralen Streusalzlager des Erzgebirgskreises in Stollberg entgegengenommen werden.
„Mit den insgesamt bei uns gelagerten ca. 16.000 Tonnen Streusalz, davon 9.000 Tonnen im zentralen Streusalzlager, sind wir für den kommenden Erzgebirgswinter bereits gut gerüstet“, betonte Frank Winkler, Kolonnenführer der Straßenmeisterei Stollberg. Vom dortigen Zentrallager werden während der Wintermonate auch die kleineren Streusalzdepots in den Straßenmeistereien beliefert. Die weiteren 6.500 Tonnen sind in den Streusalzdepots der Straßenmeistereien Aue, Gornau, Schönfeld sowie Zöblitz und nochmals weitere 650 Tonnen in den Winterdienststützpunkten Markersbach und Oberwiesenthal sowie Silo-Stützpunkt Eibenstock gelagert. Diese werden aktuell, jedoch bis spätestens Ende September, vom vertraglich gebundenen Lieferanten ebenfalls befüllt.
Weiterhin wird derzeit auch die Winterdiensttechnik gewartet. Auch diese Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten und werden spätestens im September abgeschlossen sein, sodass spätestens mit Beginn des Herbstes – der in der Vergangenheit mitunter schon den ersten Schnee bereithielt – volle Einsatzbereitschaft beim Winterdienst des Erzgebirgskreises besteht.

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