Täglich 66 Verkehrsunfälle

Die Zahl der Unfälle im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz (Stadt, LK Mittelsachsen, Erzgebirgskreis) ist im Vergleich mit 2018 im letzten Jahr um 222 auf 24.418 gestiegen. Foto: Harry Härtel

40 Menschen starben 2019 im Straßenverkehr

Region. Die Zahl der Unfälle im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz (Stadt, LK Mittelsachsen, Erzgebirgskreis) ist im Vergleich mit 2018 im letzten Jahr um 222 auf 24.418 gestiegen. Das geht aus der neuen Verkehrsunfallstatistik hervor. Bei 2 636 Unfällen mit Personenschaden (2018: 2 582) erlitten 3 400 Menschen Verletzungen (2018: 3 435). Die Zahl der tödlich Verunglückten sank um zwei auf 40.

Weitere Fakten von Interesse:

Kinder:
An insgesamt 315 Unfällen waren im Jahr 2019 Kinder (bis 14 Jahre) beteiligt, davon 112 Kinder als Radfahrer. Bei diesen Unfällen wurden 266 Kinder verletzt. 2019 wurde ebenso wie im Jahr 2018 ein Kind bei einem Verkehrsunfall getötet.

Junge Fahrer:
An gut einem Sechstel aller Unfälle (3 908) waren 2019 junge Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren beteiligt. 468 Menschen dieser Altersgruppe sind 2019 bei Unfällen verletzt worden. Getötet wurden 2019 bei Verkehrsunfällen fünf Menschen dieser Risikogruppe.

Ältere Fahrer:
Bei 6 812 Unfällen waren Fahrer der Generation 65+ beteiligt. Das heißt, bei jedem vierten Unfall im Jahr 2019 war ein Verkehrsteilnehmer der Generation 65+ involviert. Diese Entwicklung spiegelt sich auch bei der Anzahl der Verletzten und Getöteten dieser Altersgruppe wider.
14 Menschen dieser Altersgruppe verloren 2019 bei Unfällen ihr Leben und 586 Personen dieser Altersgruppe wurden bei Unfällen verletzt.

Fußgänger:
An 414 Verkehrsunfällen (2018: 386) waren Fußgänger beteiligt, was einem Anteil von 1,7 Prozent an der Gesamtunfallzahl entspricht. 353 Personen (2018: 340) wurden bei diesen Verkehrsunfällen verletzt. Sieben Fußgänger, und damit vier weniger als im Jahr 2018, verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben.

Radfahrer:
Im Jahr 2019 wurden 678 Verkehrsunfälle (2018: 604) mit Beteiligung von Rad- oder Pedelecfahrern aufgenommen, was einem Anteil von 2,8 Prozent des Gesamtunfallaufkommens entspricht. Bei Unfällen mit Personenschaden ist der Anteil mit 20,3 Prozent deutlich höher. Bei 536 Verkehrsunfällen (2018: 458) erlitten 571 Personen (2018: 472) Verletzungen und fünf Personen wurden, wie auch 2018, getötet.

Motorradfahrer:
Mit 612 Unfällen (2018: 617) und damit 2,5 Prozent des Gesamtunfallaufkommens ist der Anteil der Verkehrsunfälle mit Beteiligung motorisierter Zweiräder etwas geringer. Elf Menschen starben (2018: sechs) und 429 Personen (2018: 472) erlitten Verletzungen.

Wildunfälle:
Im Jahr 2019 waren 2 815 der erfassten Verkehrsunfälle Wildunfälle, was einem Anteil von 11,5 Prozent entspricht. Dies sind 145 Unfälle mit Wildbeteiligung mehr als im Vorjahr und der höchste Wert in den vergangenen fünf Jahren.

Unfall-Flucht:
Die Zahl der Straftaten nach § 142 StGB (Unfallflucht) liegt mit 5 278 (+ 220 Fälle) auf dem höchsten Niveau der vergangenen fünf Jahre. 2019 entfernte sich, wie auch 2018, bei jedem fünften Unfall wenigstens einer der Beteiligten pflichtwidrig vom Unfallort. 2 488 Fälle (47,1 Prozent) aller Unfallfluchten wurden aufgeklärt. Bei Unfallfluchten mit Personenschaden liegt die Aufklärungsquote mit 61,9 Prozent noch höher. In 122 der 197 Fälle konnte der Verursacher ermittelt werden.

Ursachen:
Bei den Hauptunfallursachen bezogen auf alle Verkehrsunfälle rangiert, wie auch im Jahr 2019, „ungenügender Sicherheitsabstand“ (2 858) an erster Stelle. Die Hauptunfallursachen „unangepasste Geschwindigkeit“ (1 835) und „Fehler beim Wenden/Rückwärtsfahren“ (1 401) folgen. Betrachtet man nur die Unfälle mit Personenschaden sind „unangepasste Geschwindigkeit“, „Nichtbeachten Vorfahrt bei regelnden Verkehrszeichen“ und „ungenügender Sicherheitsabstand“ die Hauptunfallursachen.

Alkohol:
Die Summe der 2019 unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfälle betrug 348 (2018: 363). Die Anzahl der bei den unter Alkohol verursachten Verkehrsunfällen verletzten Personen beziffert sich auf 172 (2018: 167). Ein Mensch verlor 2019 bei diesen Unfällen sein Leben (2018: 0).

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