Tag der Familie: Das Experiment beginnt (?)

Foto: Pixabay

Sachsen. Der Internationale Tag der Familie am 15. Mai ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Tag zur Bekräftigung der Bedeutung von Familien. Darüber hinaus betonen die Vereinten Nationen in Folge der großen UN-Konferenzen der 1990er Jahre auch die politische und soziale Notwendigkeit, dass mit dem Internationalen Tag der Familie gesellschaftliche Aspekte wie Frauen- und Kinderrechte, Gleichberechtigung der Geschlechter, Recht auf freie Wahl des Ehepartners und vor allem auch der Schutz der Familie gegenüber staatlichen Eingriffen thematisiert werden sollen.

Familie in der Corona-Zeit
Die einen hocken aufeinander und haben so viel zu tun – andere sind allein und brauchen Unterstützung unter der Voraussetzung, sich nicht anzustecken. Die letzten Wochen hatten den Familien viel abverlangt.
Am Dienstag beschloss der Freistaat viele Lockerungen aufgrund der derzeitigen Erfolge zur Eindämmung des Coronavirus‘, die ab dem heutigen Freitag greifen.

Mal wieder Essen gehen
Hotels und Pensionen sowie Beherbungsbetriebe dürfen wieder öffnen. Sportliche Bestätigung ist ebenfalls möglich, sofern der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Mal was anschauen
Kultureinrichtungen wie Bibliotheken und Museen konnten bereits seit dem 4. Mai wieder öffnen. Nun gilt das auch für Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser, sofern ein von der kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Doch fragt man beispielsweise beim Theater Plauen-Zwickau nach, wann der Vorhang wieder fällt, heißt es, „dass der Vorstellungsbetrieb bis zum 31. Mai eingestellt bleibt“, informiert Theater-Sprecherin Carolin Eschenbrenner. „Allerdings prüfen wir zur Zeit Auftritte im Open-Air-Bereich.“

Und was ist mit Oma und Opa?
Wer rausfinden will, ob die Enkelkinder wieder zu den Großeltern dürfen, muss schon quasi zwischen der Zeilen der Schutzverordnung lesen. Schade, gerade zum Tag der Familie sollte man ein eindeutiges Zeichen setzen, denn diese Einschränkungen sind – betrachtet auf die bisherigen Lockerungen – mehr als unverständlich gewesen. Doch es gibt Entwarnung: Der Besuch eines “Hausstandes zu einem anderen Hausstand“ ist nun erlaubt. Prima, an diesem einen Wochenende ist wohl die Gefahr einer Ansteckung am geringsten. Danach sind die Kleinen wieder in der Schule und in der Kita, könnten sich also gegenseitig mehr als nur “Wissen” austauschen. Wer achtsam ist, wird dann wohl aus reiner Eigenverantwortung den Kontakt zu den Älteren wahrscheinlich von sich auch erneut meiden?

Mehr Details gibt es natürlich unter www.coronavirus.sachsen.de.

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