Talsperre Sosa begeht 65. Geburtstag: Mauerkrone ab 1. September offen – Bürgerfest am Weltfriedenstag

Die Talsperre Sosa aus südwestlicher Richtung. Im Hintergrund das Köhlerdorf Sosa. Foto Stefan Unger

„Das ist ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung eines sanften Tourismus in der Region“, sagte der Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung, Heinz Gräfe. Der Staatsbetrieb hat in der Vergangenheit schon mehrere Mauerkronen seiner Talsperren als Fuß- bzw. Wanderwege für die Öffentlichkeit freigegeben. Eine gesetzliche Verpflichtung dazu besteht nicht. „Wir bringen uns jedoch gern ein und helfen mit, die touristischen Möglichkeiten der Region zu verbessern“, so Gräfe.
Zusammen mit der Stadt Eibenstock und der Köhlergemeinde Sosa wird der 65. Geburtstag der „Talsperre des Friedens“ am Weltfriedenstag, dem 1. September 2017, um 14 Uhr mit einem Festakt gewürdigt. Dabei wird die Mauerkrone offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. Neben einem symbolischen Bandschnitt werden hunderte blaue Ballons in den Himmel steigen. Mit dabei ist auch die Kindertanzgruppe der Grundschule Sosa.
Ab 15 Uhr spielen dann die Köhlermusikanten aus Sosa auf. Gezeigt wird ein Originalfilm über den Bau der Talsperre Sosa aus den 1950-er Jahren. Dazu gibt es eine kleine Ausstellung zur Talsperre Sosa und eine Technikpräsentation der Flussmeisterei Neidhardtsthal. Außerdem gibt die Landestalsperrenverwaltung zur Mauerkronenöffnung eine neue Wanderkarte heraus – mit dem neuen Rundwanderweg um die Talsperre Sosa. Diese ist auf dem Festgelände erhältlich.
Während der Veranstaltung können die Gäste ihre Geburtstagswünsche auf eine Postkarte schreiben, die dann an Luftballons gehängt werden. Die Ballons werden gegen 16 Uhr gen Himmel steigen. Die am weitesten gereiste Karte gewinnt einen Preis! Speisen und Getränke können auf dem Festgelände erworben werden.
Hintergrundinformationen
Die Talsperre Sosa wurde von 1949 bis 1952 errichtet. Sie ist die zuletzt gebaute Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinen in Deutschland. Mit dem Bau wurde kurz vor der Gründung der ehemaligen DDR mit einfachen Mitteln begonnen. Der Talsperrenbau erfuhr als erstes sogenanntes Jugendobjekt eine starke Ideologisierung, welches sich im Namen „Talsperre des Friedens“ widerspiegelte.
Die Talsperre Sosa wird aus der Kleinen Bockau und dem Neudecker Bach gespeist.
Das natürliche Einzugsgebiet der Talsperre beträgt nur rund 8,5 Quadratkilometer. Da dies für das Versorgungsgebiet nicht ausreichte, wurde schon bei der Planung des Bauwerkes eine Überleitung aus dem Einzugsgebiet der Großen Bockau anvisiert. So kamen noch einmal rund neun Quadratkilometer dazu. Für die Überleitung wurde ein etwa sieben Kilometer langer Hanggraben gebaut. Er beginnt in Oberwildenthal an einem Verteilerwehr und ist in Trockenzeiten der wichtigste Zufluss der Talsperre.
Die Hauptaufgabe der Talsperre besteht in der Trinkwasserversorgung für die Region Aue und Schwarzenberg. Dazu wird das Rohwasser zum Wasserwerk Sosa geleitet und dort aufbereitet.

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